Neues Chipdesign lässt Mobiltechnik länger durchhalten

SuVolta will mit effizienteren Transistoren den Energieverbrauch von ARM-Prozessoren um die Hälfte senken.

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Das Chip-Start-up SuVolta will mit effizienteren Transistoren den Energieverbrauch von ARM-Prozessoren reduzieren, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Wie die neue Technik funktioniert, zeigten Mitarbeiter der Firma kürzlich auf einer Expertenkonferenz. Im Rahmen eines Experimentes wurde demonstriert, was passiert, wenn man mit dem neuen Design einen bestehenden Chip nachbaut. Die SuVolta-Version verbrauchte nur die Hälfte der Energie bei gleicher Verarbeitungsgeschwindigkeit, blieb es beim bisherigen Energiebedarf, konnte sie um immerhin 35 Prozent erhöht werden.

Die neuartige Transistorengestaltung ist derzeit noch nicht dafür geeignet, in Hochleistungschips eingesetzt zu werden. Allerdings passe sie gut zu jener Hardware, die derzeit im Bereich tragbarer IT so beliebt sein, meint SuVolta-Technikchef Scott Thompson. "Es geht nicht mehr darum, eine Personalcomputer-CPU für 200 Dollar zu bauen", sagt er, "es geht um ein 100-Dollar-Handy oder andere kostengünstige Mobilgeräte".

Der Chip, dem SuVolta sein Upgrade verpasst hat, war ein Cortex M0 von ARM, dessen Grundlagentechnik heute in den meisten tragbaren Produkten steckt, die beispielsweise von Apple und Samsung produziert werden. Der M0 ist ein einfacher Chip, den ARM als Benchmark für leistungsfähigere Designs verwendet, sagt David Kidd, Seniordirektor des Bereiches Digital Design bei SuVolta.

Das Design spart Strom, in dem es die Leistungsbedarfsschwankungen der verschiedenen Transistoren auf einem Chip reduziert. Das Verfahren kann ohne große Veränderungen in aktuellen Produktionsstätten eingeführt werden, sagt SuVolta. Das gilt nicht für konkurrierende Verfahren wie das 3D-Transistor-Design FinFET, das von Intel entwickelt wurde und auch von seinen Konkurrenten eingesetzt wird. Hierfür müssten die Fabrikationsstätten stark umgebaut werden.

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(bsc)