Microsoft im Visier von Taiwans Wettbewerbshütern

Verbraucherschützer hatten sich beklagt, dass durch die Einstellung des Vertriebs von Windows XP Kunden gegen ihren Willen zu Windows Vista gezwungen würden. Außerdem wollen die Kartellwächter untersuchen, ob Microsoft eine Monopolstellung missbraucht.

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Von
  • Jürgen Kuri

Die taiwanische Fair Trade Commission (FTC) hat eine Untersuchung gegen Microsoft eingeleitet. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch eine Beschwerde, die die taiwanischen Verbraucherschützer der Consumers' Foundation bei der FTC eingereicht haben: Sie sehen in der Einstellung des Vertriebs von Windows XP in Taiwan und den Druck zur Migration auf Windows Vista, der dadurch auf Verbraucher ausgeübt werde, unzulässige Wettbewerbspraktiken.

Die FTC erklärte daraufhin, man werde untersuchen, ob Microsoft im taiwanischen Softwaremarkt eine Monopolposition innehabe und, wenn ja, ob Microsoft diese Position wettbewerbswidrig ausnutze. Dabei werde man auch den Beschwerden der Verbraucherschützer nachgehen, dass Microsoft die Wahlmöglichkeiten für Verbraucher verringere, da Windows XP nicht mehr mit neuen Computern angeboten werden dürfe, und dass Microsoft keine fairen Preise von den Taiwanern für die Software aus Redmond verlange.

Bereits 2002 beispielsweise hatte die FTC Geschpäftspraktiken von Microsoft untersucht: Damals ging es um das Software Assurance Program, das bei den taiwanischen Wettbewerbshütern im Verdacht stand, zu überhöhten Softwarepreisen zu führen. Damals einigte man sich 2003 mit Microsoft unter anderem auf Preisreduzierungen ohne eine offizielle Verurteilung wegen wettbewerbswidriger Praktiken.

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(jk)