iPhone: Apple gewinnt Markenrechtsstreit in Brasilien

Nach einem juristischen Konflikt mit einem Android-Gerätehersteller entschied nun ein Richter, dass Apple sein Smartphone auch in dem südamerikanischen Land als "iPhone" bezeichnet darf. Der Streit ist allerdings noch nicht komplett beigelegt.

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Apple hat einen Markenrechtsstreit in Brasilien offenbar zunächst für sich entschieden. Wie der Fachdienst BNamericas meldet, beschloss der zuständige Richter Eduardo de Brito Fernandes am Dienstag, dass der örtliche Android-Handy-Hersteller IGB Electronica die exklusiven Rechte am Markennamen "iPhone" nicht behalten darf. Die Firma hatte bereits im Jahr 2000 einen entsprechenden Antrag für den Begriff "iphone" gestellt und verkauft ein Gerät namens "Gradiente iphone". Die Marke selbst wurde der Firma allerdings erst 2008 erteilt. Das "Gradiente iphone" war im Dezember 2012 erschienen – nur einen Monat, bevor die Eintragung ausgelaufen wäre.

Das "Gradiente iphone" läuft mit Android.

(Bild: Hersteller)

Das zuständige Markenrechtsamt INPI hatte zunächst für IGB Electronica entschieden; Apple legte Berufung ein. In seiner Entscheidung schreibt Richter Fernandes laut einer Agenturmeldung nun, das iPhone sei "weltberühmt" und eine exklusive Übertragung der Rechte an IGB Electronica sei "nicht fair". Apple habe sich auf Basis der Leistungsfähigkeit dieses Produktes einen Kundenstamm und eine Reputation aufgebaut.

Laut dem Richter kombiniert der "Gradiente iphone"-Name nur die beiden Begriffe "internet" und "phone", um ein Handy mit Internetzugang zu beschreiben. Apple habe dagegen bereits in zahlreichen Ländern Marken mit "i" eingetragen. Ein endgültiger Sieg für Apple ist die Entscheidung allerdings noch nicht. So darf IGB Electronica die Marke parallel weiter verwenden und kündigte bereits an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. (bsc)