IBM zahlt Geldstrafe wegen Bevorzugung ausländischer Bewerber

Der IT-Konzern hatte in Stellenausschreibungen explizit Visa-Inhaber angesprochen. Das ist laut US-Justizministerium nicht erlaubt.

vorlesen Druckansicht 44 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Das US-amerikanische Justizministerium wirft IBM vor, mit einigen seiner Stellenausschreibungen gegen gesetzliche Antidiskriminierungsbestimmungen verstoĂźen zu haben. Der Konzern hat laut Mitteilung des Ministeriums eingewilligt, eine Strafe von 44.400 US-Dollar (32.800 Euro) zu zahlen und beteuert, kĂĽnftig die Gesetze einzuhalten.

In einigen Stellenangeboten für Anwendungs- und Software-Entwickler hatte IBM explizit Inhaber von F-1- und H-1B-Visa angesprochen. Ein F-1-Visum besitzen ausländische Studenten, die an Hochschulen in den USA lernen, H-1B-Visa sind für Ausländer mit speziellen technischen Fachkenntnissen gedacht. Nach dem Immigration and Nationality Act (INA) dürfen aber keine Bewerber aufgrund ihrer Nationalität gegenüber US-Bürgern bevorzugt werden – selbst wenn es um Arbeitsplätze im Ausland geht. Alle Bewerber müssen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen haben, erläutert das Ministerium.

IBM hat laut US-Justizministerium versprochen, seine Verfahren fĂĽr Neueinstellungen zu ĂĽberarbeiten. Auch sollen die Personalverantworlichen ĂĽber die Bestimmungen des INA belehrt werden. (anw)