Initiative Erdgasmobilität fordert Preistransparenz

Die Initiative Erdgasmobilität appelliert an die künftige Bundesregierung, Preistransparenz bei Kraftstoffen zu schaffen. Sie argumentiert, dass eine bessere Vergleichbarkeit mehr Menschen auf weniger klimaschädliche Kraftstoffe wie Erdgas und Biomethan aufmerksam machen würde

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Die Initiative Erdgasmobilität appelliert an die künftige Bundesregierung, bei Kraftstoffen Preistransparenz für den Verbraucher zu schaffen. Sie argumentiert, dass eine bessere Vergleichbarkeit mehr Menschen auf weniger klimaschädliche Kraftstoffe wie Erdgas und Biomethan aufmerksam machen und so den Wettbewerb stärken würde.

Hier wird gerade Flüssiggas gezapft. (Im Vergleich zu Erdgas deutlich geringere CO2-Minderung, höhere Kilometer- aber geringere Umrüstkosten).

(Bild: BP)

Die Tankstellen sind die allgegenwärtigen Pegel für die Kosten der individuellen Mobilität. Für jeden weithin sichtbar hängen dort die Preistafeln für die verschiedenen Kraftstoffsorten aus. An die geringfügigen Unterschiede im Heizwert der verschiedenen fossilen Flüssigtreibstoffe hat man sich dabei gewöhnt. Doch seit an vielen Zapfstellen auch Gas ausgeschenkt wird, ist es mit der relativen Vergleichbarkeit vorbei, denn Gas wird kilogrammweise berechnet. "Na, und?" könnte man sich da jetzt denken, denn man fährt ja entweder ein konventionelles Auto oder eins mit Erd- oder Flüssiggasoption. Wozu also vergleichen?

Die Initiative Erdgasmobilität sieht das natürlich unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Sie hat ein vitales Interesse, Gas als Treibstoff großflächig auf den Markt zu bringen. Deshalb wurmt sie gewaltig, dass der Kunde nicht aus Anhieb erkennen kann, wie günstig er eigentlich mit den alternativen Kraftstoffen fahren könnte: Die wenigsten Menschen in Deutschland wissen, dass Erdgas und Biomethan aktuell 55 Prozent günstiger sind als Benzin und fast 45 Prozent billiger als Diesel. Ein Grund ist auf das bis Ende 2018 befristete Steuerprivileg. Weiter verteuern dürfte das fossile Methan eine steigende Nachfrage, denn der Staat wird versuchen, das Steueraufkommen für Treibstoffe im Ganzen stabil zu halten.

In der Schweiz können die Verbraucher Erdgas- und der Benzinpreis bereits ohne mühsames Umrechnen vergleichen: hier gilt die Vergleichseinheit des "Benzinliter-Äquivalent". Er entspricht der Menge Erdgas, welche den gleichen Energiegehalt hat wie ein Liter Benzin. Derzeit ist Erdgas mit durchschnittlich rund 0,75 Euro pro Benzinliter-Äquivalent wesentlich günstiger ist als die derzeit 1,57 Euro für einen Liter Benzin.

Künftig wird man allerdings auch vermehrt Strom und Wasserstoff tanken. Was einen nachdenklich werden lässt über der Frage: Was ist denn dann ein sinnvoll umgerechnetes Benzinliter-Äquivalent für eine Kilowattstunde? (fpi)