America Movil zieht Gebot für Mobilfunkkonzern KPN zurück

Der vom Multimilliardär Carlos Slim kontrollierte Mobilfunkanbieter America Movil scheitert nicht nur mit seinem Widerstand gegen den Verkauf von E-Plus, sondern zieht nun auch sein Übernahmeangebot für die E-Plus-Mutter KPN zurück.

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Von
  • Jürgen Kuri

Der vom Multimilliardär Carlos Slim kontrollierte Mobilfunkanbieter America Movil hat kein Glück beim niederländischen Telekommunikationskonzern KPN: Erst kam Slim mit seinem Widerstand gegen den Verkauf der deutschen KPN-Tochter E-Plus an Telefonica/O2 nicht durch, nun wird es auch nichts mit der Komplettübernahme von KPN. America Movil zieht sein Gebot für KPN zurück.

Das Angebot sei wegen der KPN-Stiftung nicht realisierbar, teilte America Movil mit. Zuletzt hatte America Movil bereits betont, dass es eine Anhebung der Offerte "unter keinen Umständen" geben werde. America Movil wollte seinen Anteil an KPN aufstocken und das Unternehmen kontrollieren. Die Mexikaner hatten insgesamt etwa 7,2 Milliarden Euro geboten.

Die KPN-Stiftung, welche im Zuge der Privatisierung des niederländischen Telefonkonzerns entstand und die Interessen der Aktionäre verteidigen soll, hatte die Übernahmeofferte als feindlich eingestuft. Im September wehrte die Stiftung den Übernahmeversuch erst einmal ab, indem sie massiv Vorzugsaktien kaufte. Dadurch war der Anteil von America Movil an KPN auf 14,86 Prozent. (jk)