MWC: Videobrille für Smartphones

Auf dem Mobile World Congress entdeckt man bisweilen auch Kurioses: Das dänische Startup Mobintech präsentiert eine Videobrille für Smartphones.

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Von
  • Achim Barczok

Schickes Design: Die Videobrille von Mobintech kommt in verschiedenen Farben und Größen.

(Bild: Mobintech)

Die meisten Smartphones können heute Videos abspielen, einige sogar mobiles Fernsehen empfangen. Aber eigentlich sind selbst die iPhone-großen Touchscreens noch zu klein für Fernsehzimmer-Stimmung und der Akku meistens vor dem Film am Ende. Dieses Problem möchte das dänische Startup Mobintech lösen und präsentiert auf dem Mobile World Congress eine Videobrille für Smartphones.

In der Brille stecken statt Gläser zwei OLED-Displays mit QVGA-Auflösung (320 × 240 Pixel) und einer Farbtiefe von 18 Bit. Über einen digitalen TV-Ausgang ans Smartphone angeschlossen, deaktiviert die Brille das Handy-Display und überträgt dessen Anzeige auf die Brillen-Displays. Der Effekt: Nach einer kurzen Gewöhnungsphase wirkt das angezeigte Bild, als schaute man auf einem 30-Zoll-Fernseher, der in ungefähr zwei Metern Entfernung steht.

Die Brille liefert ein für die Auflösung akzeptables Bild, für Kinostimmung ist es aber zu pixelig. Die Audio-Ausgabe erfolgt über in die Brillenbügel integrierte Stereo-Kopfhörer. Betrieben wird die Brille über den Akku des angeschlossenen Smartphones und soll bis zu 50 Prozent weniger Strom verbrauchen als ein Standard-Handy-Display.

Das dänische Unternehmen, Finalist bei den diesjährigen Mobile Peer Awards für innovative Mobil-Startups, setzt als Preis ungefähr 250 Euro an und sucht bei den Netzbetreibern nach Kooperationspartnern. Die Markteinführung dürfte sich hierzulande allerdings als schwierig gestalten, da die Brille eine MDDI-Schnittstelle voraussetzt, die bislang nur Qualcomm-Chipsätze bieten. Zudem gibt es auf dem deutschen Markt kein Handy mit einer passenden TV-Out-Buchse. (acb)