Verzögerung bei japanischem Petaflops-Rechner
Die ursprünglich für 2011 erwartete Antwort der Japaner auf die intensiven Bemühungen der Amerikaner, einen Petaflops-Supercomputer zu bauen, wird sich voraussichtlich um ein Jahr verzögern.
Die ursprünglich für 2011 erwartete Antwort der Japaner auf die intensiven Bemühungen der Amerikaner, einen Petaflops-Supercomputer zu bauen, wird sich voraussichtlich um ein Jahr verzögern. Der Aufbau der Maschine, die zehn Petaflops Rechenleistung erreichen soll, wird voraussichtlich im März 2011 beginnen und ein Jahr später beendet werden, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei.
Der Rechner, der rund 115 Milliarden Yen (720 Millionen Euro) kosten wird, soll auf einer künstlichen Insel im Hafen von Kobe (Port Island) in einem vierstöckigen Gebäude mit einer Grundfläche von rund 17.500 Quadratmetern untergebracht werden. Details zum Aufbau des Systems sollen im Herbst veröffentlicht werden. Bislang ist nur bekannt, dass das System über eine "hybride Architektur" verfügen soll, in der Vektor- und skalare Prozessoren miteinander verknüpft werden.
Der derzeit schnellste Rechner der Welt ist ein BlueGene von IBM mit 212.992 PowerPC440-Prozessoren, die es gemeinsam auf 478,2 Teraflops Rechenleistung bringen. Professor Hans Meuer, Initiator der halbjährlichen Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt, rechnet "mit 95 Prozent Wahrscheinlichkeit" damit, dass der Spitzenreiter der im Sommer veröffentlichten Liste erstmals mehr als ein Petaflop pro Sekunde Rechenleistung erreichen wird. (wst)