Einbruch auf dem Stellenmarkt
Im direkten Vergleich der Monate Januar 2008 und Januar 2009 hat der Personaldienstleister Adecco einen Rückgang der Anzahl der Stellenanzeigen für IT-Fachkräfte um rund 50 Prozent festgestellt.
Die Anzahl der in Printmedien angebotenen Stellen für IT-Fachkräfte hat sich im Januar gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum halbiert. Personaldienstleister Adecco, der monatlich die Stellenanzeigen in 40 Periodika auswertet, hat im direkten Vergleich der Monate Januar 2008 und Januar 2009 einen Rückgang von rund 3100 auf rund 1550 festgestellt. Dieser betrifft alle Branchen, die in nennenswertem Umfang IT-Stellen anbieten, also die IT-Dienstleister (Softwarefirmen, IT-Berater) mit einem Minus von 52 Prozent, Ingenieur- und Konstruktionsbüros (minus 44 Prozent) oder die Fertigungsindustrien (minus 70 Prozent).
Für Informatiker wurden 53, für Wirtschaftsinformatiker 67 und für IT-Spezialisten ohne Nennung einer konkreten Grundausbildung 32 Prozent weniger Stellen angeboten. Bei den Elektroingenieuren ist ein Rückgang um 61, bei Maschinenbauern um 71 Prozent zu verzeichnen. Noch schlimmer fällt das Ergebnis in anderen Branchen aus: Textil- und Lederindustrie (minus 92 Prozent), Eisen-, Stahl-, Metallerzeugung (minus 86), Kreditgewerbe (minus 81), Fahrzeugbau und Autoverkauf/-service (minus 79). Nur in den Bereichen Schul- und Sozialwesen stieg die Anzahl der Stellenangebote an.
Adecco weist darauf hin, dass der Vergleich zweier einzelner Monate mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist. Für den größeren Zeitraum Februar 2008 bis Januar 2009 lässt sich – verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum – aber ebenfalls ein Rückgang der Stellenangebote im IT-Bereich um 7 Prozent feststellen. Über das gesamte Jahr 2008 gesehen war die Anzahl der Stellenanzeigen gegenüber 2007 bereits um rund 2 Prozent gesunken. (fm)