HP-Mitarbeiter bekommen weniger Geld

In diesem Jahr wird das Gehalt der meisten HP-Mitarbeiter um 5 Prozent gekĂĽrzt. HP-Chef Mark Hurd bekommt 20 Prozent weniger Gehalt.

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Der IT-Konzern Hewlett-Packard kürzt nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Quartal konzernweit die Gehälter für seine Mitarbeiter. Die Gehälter des größten Teils der Belegschaft werden in diesem Jahr um 5 Prozent gekürzt, heißt es laut einem Bloomberg-Bericht in einem internen Rundschreiben des HP-CEO Mark Hurd. Er selbst werde 20 Prozent weniger Gehalt bekommen – laut Forbes-Rangliste betrug dieses voriges Jahr 1,4 Millionen US-Dollar, mitsamt Bonus- und anderen Zahlungen kam Hurd demnach auf 27,6 Millionen. Das Gehalt der leitenden Manager wird um 10 bis 15 Prozent gekürzt.

Unter den herrschenden Bedingungen könne sich HP keine Fehler erlauben und dürfe nicht untätig sein, schreibt Hurd demnach. Er wolle sein Unternehmen handlungsfähig halten, sei aber zu solchen Maßnahmen gezwungen. HP hatte bereits im September nach der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS den Abbau von 25.000 Arbeitsplätzen angekündigt. Seit Juni 2008 haben laut Bloomberg, das sich auf die Unternehmensberatung Equilar bezieht, 106 US-Unternehmen die Gehälter des oberen Managements gekürzt, davon 39 Prozent aus der IT-Branche.

Bloomberg sieht die Gehaltskürzungen als ein weiteres Zeichen dafür, dass die Wirtschaftskrise längst im Silicon Valley angekommen ist. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der nicht-kommerziellen Organisation Silicon Valley Network hatte ergeben, dass in der Region rund um San Francisco Beschäftigung und Durchschnittseinkommen erstmals seit Jahren gesunken sind. (anw)