IBM schafft 1300 Arbeitsplätze in Iowa

In diesem Jahr will der IT-Konzern in einer Stadt des US-Bundesstaats ein neues IT-Dienstleistungszentrum errichten. Bis Ende 2010 sollen dort 1300 Fachkräfte einen Arbeitsplatz finden.

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Der US-amerikanische IT-Konzern IBM will in der Stadt Dubuque im US-Bundesstaat Iowa ein IT-Dienstleistungszentrum einrichten und dort 1300 Mitarbeiter beschäftigen. Dafür hat der Konzern für zunächst zehn Jahre einen Mietvertrag für ein Gebäude in der Stadt unterzeichnet. Dieses soll zunächst modernisiert werden. Noch in diesem Jahr sollen dort einige hundert Mitarbeiter arbeiten. Die geplante Zahl von 1300 Mitarbeitern will IBM bis Ende 2010 erreichen. Das "Dubuque Service Delivery Center" soll US-amerikanischen Outsourcing-Kunden von IBM Know-how unter anderem in Servertechnik und Sicherheit bieten und Fernwartung von Hard- und Software betreiben.

Iowas Gouverneur Chet Culver freut sich laut Mitteilung über drei Dinge, die IBM mitbringe: Jobs, Jobs und Jobs. Dubuques Bürgermeister Roy Buol zeigt sich begeistert darüber, dass die Nachhaltigkeitsinitiative der 60.000-Einwohner-Stadt für die Auswahl des neuen IBM-Standorts eine Rolle spielt. Mit dem Roshek Building im Zentrum der Stadt – einem ehemaligen Kaufhaus – werde historische Bausubstanz bewahrt, einem neuen Verwendungszweck zugeführt und die Kommune wiederbelebt.

IBM hat nach eigenen Angaben Dubuque als Standort ausgesucht vor allem wegen der starken Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und der öffentlichen Hand. In dem Dreistaatendreieck Iowa, Illinois und Wisconsin will IBM mit Hochschulen zusammenarbeiten, dort Fachkräfte rekrutieren und dazu beitragen, die Ausbildung zu verbessern. Allerdings wird das Engagement des IT-Riesen auch finanziell schmackhaft gemacht.

Mike Blouin, Präsident der Greater Dubuque Development Corp. spricht laut Wall Street Journal von einem 55-Millionen-Paket einschließlich eines Darlehens des Bundesstaats in Höhe von 11,7 Millionen US-Dollar, das IBM erlassen wird, wenn die neu geschaffenen Arbeitsplätze mindestens zwei Jahre gehalten würden. Hochschulen überlassen IBM 10 Millionen US-Dollar an Mitteln für Ausbildung seiner Mitarbeiter. Außerdem bürgt die Regierung für einen 25-Millionen-Kredit, der einer örtlichen Non-Profit-Gruppe für die Renovierung des geplanten Standorts bereitgestellt werden sollen. Dazu komme eine "äußerst günstige" Miete sowie Steuervergünstigungen für IBM. (anw)