Wissenschaftler fordern Open Access zu digitalen Bildern

Für jene, die Abbildungen historischer Kulturgegenstände wissenschaftlich nutzen und publizieren wollen, gibt es noch zu viele Hindernisse, meint das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte.

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Das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) will Hindernisse für jene aus dem Weg räumen, die Abbildungen historischer Kulturgegenstände wissenschaftlich nutzen und publizieren wollen. Zusammen mit internationalen Partnerinstitutionen haben die Mitinitiatoren der Open-Access-Bewegung daher Empfehlungen zur Verbesserung der wissenschaftlichen Nutzung und Publikation von historischem Bildmaterial erarbeitet. Es sollte ein Netzwerk gegenseitigen Vertrauens und gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Kuratoren kulturhistorischer Bestände geschaffen werden, um hohe Kosten für die Wissenschaftler zu vermeiden und die Interessen der Eigentümer kultureller Gegenstände zu respektieren, heißt es in einer Mitteilung.

"Hohe Kosten für Lizenzen und schwer durchschaubare Zugangsregelungen machen das wissenschaftliche Arbeiten mit Bildern in den Geisteswissenschaften immer schwieriger", schildert das MPIWG die Problemlage. Die Digitalisierung von Bildbeständen habe zwar neue wissenschaftliche Forschungen angestoßen, Archive, Sammlungen und Bibliotheken regelten den Zugang aber sehr unterschiedlich und zunehmend restriktiv. In den nun erarbeiteten Empfehlungen wird an die Kuratoren und Bildarchive appelliert, "die public domain nicht willkürlich einzuschränken und dem Bedarf der Wissenschaftler an möglichst günstig oder frei zugänglichem, hoch auflösbarem digitalen Bildmaterial entgegenzukommen". (anw)