Konferenz über die Energieversorgung der Zukunft

Auf dem World Energy Dialogue, dem Energiegipfel der Hannover Messe, diskutieren am 22. und 23. April Vertreter aus Politik, Energiewirtschaft und Industrie über Herausforderungen und Rahmenbedingungen.

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Nach Ansicht von Fachleuten ist der Bau neuer Kraftwerke unabdingbar. Zwar habe die Industrie seit 2001 in Deutschland 53 neue Kraftwerke mit circa 8500 MW Leistung ans Netz gebracht und plane, bis 2012 weitere 20 neue Kraftwerke mit 9000 MW Leistung zu bauen. "Aber das reicht nicht. Wenn wir die Pläne, die wir haben, inklusive dem Ausstieg aus der Atomkraft, alle umsetzen, müssen wir 40.000 MW Kraftwerksleistung ersetzen", sagt Michael Feist, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft. Er befürchtet, das "wir in Deutschland von der Stromseite her in eine Import-Abhängigkeit abrutschen".

Ein Weg zu effizienteren Kraftwerken führt über höhere Temperaturen. Siemens arbeitet beispielsweise an einem Kohlekraftwerk mit einem Wirkungsgrad von über 50 Prozent – das funktioniert im Wesentlichen, in dem man die bislang üblichen Chromstähle durch Nickelbasisstähle ersetzt. Im Produktivbetrieb können man diese Kraftwerke jedoch nach Ansicht des TÜV Nord noch nicht einsetzen.

Kraftwerke und Netze der Zukunft sind denn auch das zentrale Thema des diesjährigen World Energy Dialogues auf der Hannover Messe. Rund 500 Teilnehmer sollen sich nach Angaben der Veranstalter bereits angemeldet haben. Die Veranstaltung in diesem Jahr "mitten im Geschehen" verankert: in Halle 27, dem Bereich der Kraftwerkstechnologie. Auf dem Programm stehen auch Themen wie "Kaliforniens Engagement für den Klimaschutz" oder "Entwicklung virtueller Kraftwerke", die vor einigen Jahren nur hartleibige Umweltschützer interessiert haben.

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(ll)