LG will künftig Solarzellen fertigen
Der koreanische Elektronikkonzern LG Electronics will in einer stillgelegten Plasmadisplay-Fabrik ab 2010 Solarmodule produzieren.
Der koreanische Elektronikkonzern LG Electronics will in einer stillgelegten Plasmadisplay-Fabrik in Gumi künftig Solarmodule produzieren. Dafür sicherte sich das Unternehmen in einem Fünfjahresvertrag mit der Norwegischen Renewable Energy Corporation REC Wafer multikristalline Siliziumwafer für den Einbau in die Solarpanels. Der Vertrag sieht Wafer-Lieferung im Wert von mindestens 340 Millionen US-Dollar vor. Zunächst soll REC kleinere Mengen ausliefern, die dann bis 2014 weiter erhöht werden sollen.
Im Juni vergangenen Jahres hatte die Elektroniksparte von LG die Solaraktivitäten der Tochterfirma LG Chem übernommen und im Oktober die Umwandlung der alten Plasmafabrik in zwei Fertigungslinien für Solarmodule angekündigt. Auf jeder Linie sollen jährlich Module zur Erzeugung von 120 Megawatt Solarenergie gefertigt werden. Die erste Produktionsstraße soll Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen, die zweite ein Jahr später. Ursprünglich stand LG für die Waferlieferung in Verhandlung mit der deutschen Conergy AG, Spezialistin für die solare Systemintegration, die in Frankfurt/Oder selbst Solarmodule produziert.
Auch andere Hersteller haben das Zukunftsfeld Solar bereits für sich entdeckt. So hat Sharp seine neueste LCD-Fabrik der 10ten Generation schon im Vorfeld mit einer Produktionsstätte für Solarmodule konzipiert. Grund sind die bei der Herstellung sehr ähnlichen Prozesse: Auch für die Displayfertigung verwendete man riesige Glassubstrate, die LC-Displays werden mit Transistoren in Dünnfilmtechnik angesteuert. Deshalb drängt es sich schon beinah auf, alte und auch neue Displayfabriken für die Solarproduktion um- beziehungsweise mitzunutzen. (uk)