Dell hebt Messlatte für Netbook-Ausstattung an
Netbooks mit 10 Zoll großem Display gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, doch Dell hat für sein Inspiron Mini 10 einige interessante Optionen angekündigt.
(Bild: Dell)
Dell verkauft sein Netbook Inspiron Mini 10 ab Donnerstag (26. Februar) auch in Deutschland. Schon in der Grundkonfiguration für 380 Euro ist es mit einem HDMI-Ausgang ausgestattet – die meisten anderen Netbooks haben nur einen analogen VGA-Ausgang, der bei großen externen Displays eine schlechtere Bildqualität hervorbringt.
Noch interessanter sind die Optionen, die laut Dell "in den nächsten Monaten" gegen Aufpreis erhältlich sein werden: Alternativ kommt ein 10-Zoll-Display mit 1366 × 768 Punkten zum Einsatz, das den Netbook-typischen Nachteil des häufigen Scrollens abmildert. Das Standarddisplay im (nicht einmaligen, aber noch seltenen) 16:9-Breitbildformat hat mit 1024 × 576 Punkten eine sogar etwas geringere Auflösung als die bei Netbooks üblichen 1024 × 600 Punkte.
Weitere Premieren stellen der integrierte DVB-T-Empfänger und die 250-GByte-Festplatte dar. Bisherige Netbooks mussten für den TV-Empfang per USB-Stick nachgerüstet werden und speicherten ab Werk maximal 160 GByte. Dell setzt außerdem bis zu 2 GByte RAM ein. Bislang war ein Arbeitsspeicher von 1 GByte die Regel, der zudem bei einigen Modellen mangels Steckplatz nicht aufgestockt werden kann. Draft-N-WLAN soll von Anfang an als Option zur Verfügung stehen, UMTS und GPS folgen später. Als Prozessoren setzt Dell die Atoms der Z-Reihe ein, die bei gleicher Rechenleistung weniger Strom verbrauchen als ihre Verwandten der N-Reihe. Laut Handbuch (PDF-Datei) werden neben dem Z520 (1,33 GHz) auch der Z530 (1,6 GHz) und der Z540 (1,86 GHz) lieferbar sein. Die Grafikausgabe übernimmt der nicht nur in 3D-Anwendungen lahme, sondern auch in 2D-Anwendungen schon etwas zögerliche US15W.
Mit dem Inspiron Mini 10 sprengt Dell mehrere gewohnte Netbook-Einschränkungen auf einen Schlag und rückt bei der Ausstattung näher an größere und schwerere Notebooks heran. Die Grundausstattung für 380 Euro besteht aus 1 GByte RAM, einer 120-GByte-Fesplatte und dem Atom Z520 mit 1,33 GHz. Mit Vollausstattung dürfte das Mini 10 allerdings auch in andere Preisregionen vorstoßen als Standard-Netbooks.
Vergleichbare Ausstattungsvarianten findet man derzeit nur beim Asus N10J, das ebenfalls mit 250 GByte großer Festplatte, 2 GByte Arbeitsspeicher und HDMI-Ausgang lieferbar ist, zudem übernimmt dort der Nvida GeForce 9300M die Grafikausgabe – das Display zeigt allerdings nur 1024 × 600 Punkte. (cwo)