Premiere kauft alle Star-Anteile zurück
Mit den neun Minderheitsgesellschaftern, die zurzeit 40,2 Prozent an der Premiere Star GmbH halten, sei vereinbart worden, dass der Gegenwert der Anteile über die nächsten vier Jahre beglichen werde, teilte das Unternehmen am heutigen Montag mit.
Der Münchner Privatsender Premiere hat den Rückkauf sämtlicher Anteile an der Pay-TV-Plattform Premiere Star angekündigt. Mit den neun Minderheitsgesellschaftern, die zurzeit 40,2 Prozent an der Premiere Star GmbH halten, sei vereinbart worden, deren Anteile "schrittweise zurückzukaufen", teilte das Unternehmen am heutigen Montag mit. Der Gegenwert der Anteile werde über die nächsten vier Jahre (Juli 2009 bis Juli 2013) beglichen, der Hauptanteil soll in den Jahren 2012 und 2013 entrichtet werden.
Premiere, das für das Geschäftsjahr 2008 zuletzt einen Fehlbetrag von 269 Millionen Euro auswies, hatte das zunächst exklusiv über Satellit verbreitete Programmpaket Star im September 2007 gestartet. Zuvor waren bereits 10 Prozent an die HypoVereinsbank verkauft worden. Im Verlauf des Jahres 2007 wurden weitere 15,2 Prozent, 2008 dann noch einmal 15 Prozent veräußert. In die Jahresbilanz 2008 (PDF-Datei) flossen Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an der Premiere Star GmbH in Höhe von 22,5 Millionen Euro ein.
"Die Premiere Star Kanäle sind ein wichtiger Baustein in unserer Programm-Strategie sowie wertvoller Bestandteil unseres Inhalteangebots und damit Teil des Kerngeschäftes von Premiere", erklärte der Vorstandsvorsitzende von Premiere, Mark Williams. Premiere Star umfasst derzeit 18 Sender, die inzwischen auch in Kabelnetze eingespeist werden. Die News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch, die jetzt die Geschicke von Premiere bestimmt, hatte dem Unternehmen im Sommer 2007 untersagen lassen, den ursprünglich gewählten Namen "Premiere Sky" zu nutzen – nun könnte Murdoch den Stern einkassieren und seinen eigenen Sky-Himmel aufziehen lassen. (pmz)