NASA-Forschungssatellit stĂĽrzt in pazifischen Ozean
Weil die Abkopplung von der Trägerrakete misslang, ist ein 273 Millionen Dollar teurer Satellit wenige Minuten nach dem Start abgestürzt.
(Bild:Â NASA/JPL)
Knapp dreizehn Minuten nach dem Start ist heute ein NASA-Satellit mitsamt seiner Trägerrakete abgestürzt. Das "Orbiting Carbon Observatory" (OCO) startete um kurz vor elf Uhr deutscher Zeit von der Air-Force-Basis Vandenberg in Kalifornien und fiel kurz vor der Küste der Antarktis in den Pazifik. OCO sollte aus 705 Kilometern Höhe die Verteilung von Kohlenstoffdioxiden in der Erdatmosphäre beobachten.
Die NASA teilte mit, dass sich die Kapsel, die den Satelliten während des Flugs durch die Atmosphäre schützt, nicht im richtigen Moment von der Taurus-XL-Rakete löste. Die genaue Absturzursache soll nun ein NASA-Team klären.
OCO war als erster Satellit darauf ausgelegt, die Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre mit hochauflösenden Spektrometern zu untersuchen. Während der Missionsdauer von zwei Jahren wollten NASA-Forscher unter anderem herausfinden, welche natürlichen Prozesse vom Menschen produziertes Kohlendioxid absorbieren und ob diese Prozesse bei steigenden Emissionen eventuell stoppen oder sich sogar umkehren.
Im September 2001 war zum ersten Mal eine Taurus-Trägerrakete abgestürzt, sechs weitere Raketen konnten ihre Lasten erfolgreich im Orbit abliefern. Der nächste Start ist für November 2009 geplant. (cwo)