Bericht: Asiatische Unternehmen umwerben Handy-Zulieferer Balda

Einige asiatische Elektronik-Hersteller streben eine Partnerschaft mit Balda oder eine komplette Ăśbernahme des Handy-Zulieferers an, berichtet das "Handelsblatt", unter anderem wegen Erfolgen mit den Touchscreens, die Balda fĂĽr das iPhone liefern soll.

vorlesen Druckansicht 12 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der ostwestfälische Handy-Zulieferer Balda wird laut einem Bericht des Handelsblatts derzeit von einigen asiatischen Unternehmen umworben. Vier Elektronik-Konzerne haben demnach den Balda-Vorstand auf eine strategische Partnerschaft angesprochen. Unter den diskutierten Optionen sei auch die komplette Übernahme. Die Unternehmen hätten vor allem Interesse an der Touchscreen-Technik, wie sie beispielsweise bei Apples iPhone eingesetzt wird, heißt es, auch wenn von offizieller Seite wegen vereinbarter Vertraulichkeit die Touchscreen-Zulieferung von Balda an Apple nie bestätigt wurde.

Die Interessenten sind laut dem Bericht die taiwanischen Hersteller Asustek, Quanta und Foxconn, die größten Erwartungen setzten Eingeweihte aber in das singapurische Unternehmen Flextronics. Flextronics produziert unter anderem Microsofts Xbos, Drucker für Hewlett-Packard und Handys für Sony-Ericsson. Durch die Integration von Balda könne Flextronics seine Angebotspalette ausweiten und einen Wettbewerbsnachteil vermeiden. Balda könnte seinerseits von der langen Kundenliste aus Singapur profitieren.

"Wir befinden uns nicht in Gesprächen mit möglichen asiatischen Interessenten über einen Einstieg bei Balda", kommentierte Firmen-Chef Joachim Gut den Bericht gegenüber dpa. Allerdings gebe es immer wieder Unternehmen, die an einer Partnerschaft interessiert seien.

Dank des guten Geschäftes mit Touchscreens hatte Balda in den ersten neun Monaten 2007 den Umsatz in den fortgeführten Geschäften kräftig gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Umsatz um 61,3 Prozent auf 172,3 Millionen Euro zu. (anw)