Fedora-Projekt setzt auf 64-Bit- und PAE-Kernel
Bereits in Fedora 11 wollen die Entwickler auch in der 32-Bit-Version der Distribution standardmäßig einen x86-64-Kernel einsetzen.
Das Fedora-Team plant, Optimierungen an den für die diversen System-Architekturen bereitgestellten Versionen der Linux-Distribution vorzunehmen. So möchten die Entwickler die 32-Bit-Version für die x86-Plattform für i586 statt wie bisher für i386 bauen. Kompatible Hardware vorausgesetzt, soll auch in der 32-Bit-Version der Distribution standardmäßig ein x86-64-Kernel zum Einsatz kommen. Auf 32-Bit-x86-Systemen möchten die Entwickler dort, wo möglich, per Voreinstellung einen PAE-Kernel einsetzen. Bei der 32-Bit-Live-CD gedenken sie, weiterhin auf einen 32-Bit-Kernel zu setzen.
Die Vorteile eines x86-64-Kernels in einem 32-Bit-Betriebssystem liegen in dem wesentlich größeren Speicherbereich – jenseits von 4 GByte –, den der Kernel adressieren kann. Durch das 32-Bit-Userland braucht der Anwender keine speziellen 64-Bit-Ausführungen seiner Programme. 32-Bit-Plugins für Firefox zum Beispiel laufen ohne Tricks wie nspluginwrapper, auf die Benutzer der 64-Bit-Version des Browsers angewiesen sind. Das Fedora Engineering Steering Committee, zuständig für die Aufnahme neuer Features in die Distribution, hat den vorgeschlagenen Änderungen für das kommende Fedora 11 zugestimmt. (akl)