Trotz Sicherheitsbedenken: Obama bleibt Smartphone-User
Der als obsessive Blackberry-Nutzer bekannte US-Präsident wollte nicht auf den Kontakt zur Außenwelt verzichten.
- Florian Rötzer
US-Präsident Brack Obama, der auf Offenheit und Transparenz setzen will, war bekannt dafür, dass er ständig ein Blackberry bei sich führte, mit dem er in den Zeiten des Wahlkamps in Kontakt mit seinen Mitarbeitern und den Bürgern blieb. Obama, der als obsessiver Blackberry-Nutzer gilt, hatte trotz der vom Secret Service erhobenen Sicherheitsbedenken darauf bestanden, auch als Präsident weiterhin unterwegs die Möglichkeit zu haben, mit dem Blackberry Informationen direkt erhalten oder versenden zu können.
Beim Secret Service war man misstrauisch gegenüber der Sicherheit von E-Mails, aber man fürchtete auch, dass der Aufenthalt des Präsidenten aufgrund des eingebauten GPS-Empfängers lokalisiert werden könnte. Wie CNN berichtet, hatte aus diesem Grund Bill Clinton in seiner Regierungszeit gerade einmal zwei E-Mails verschickt, während George W. Bush die Nutzung von E-Mails zu Beginn seiner Amtszeit einstellen musste.
In einem Interview sagte Obama: "Ich führe derzeit Gespräche mit dem Secret Service, Anwälten und dem Mitarbeiterstab des Weißen Hauses, damit ich auch künftig Informationen von außen erhalte – und nicht nur Informationen von den zehn oder zwölf Leuten, die rund um mein Büro im Weißen Haus tätig sind und den sogenannten 'Bubble' bilden".
Marc Armbinder berichtet nun im Magazin Atlantic, dass Obama ein wahrscheinlich vom Geheimdienst NSA geprüftes sicheres Smartphone benutzen dürfe. Armbinder vermutet, es könne sich um ein Sectera-Edge-Smartphone von General Dynamics handeln, das dafür geeignet sei, Gespräche und Dokumente der höchsten Geheimhaltungsstufe zu verschlüsseln. Ob auch andere Mitarbeiter des Weißen Hauses mit solchen Geräten ausgestattet werden, ist noch nicht klar. Abgelehnt wurde jedoch aus Sicherheitsgründen, dass Obama oder andere Mitarbeiter im Weißen Haus Instant Messaging benutzen. (fr)