Softline auf dem Weg in die schwarzen Zahlen

Der Offenburger IT-Dienstleister und Software-Vermarkter erlöste in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 12,2 Millionen Euro. Das Ergebnis konnte Softline auf einen Fehlbetrag von 105.000 Euro verbessern.

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Der Offenburger IT-Dienstleister und Software-Vermarkter erlöste in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 12,2 Millionen Euro. Das Ergebnis (EBIT) konnte die Softline AG nach vorläufigen Zahlen auf einen Fehlbetrag von 105.000 Euro verbessern – nachdem für das gesamte vorangegangene Geschäftsjahr noch ein Minus von 2,6 Millionen Euro zu Buche stand. Unter der Führung des neuen Vorstands Christoph Michel, der im April 2008 den Interims-Chef Markus Kürschner abgelöst hatte, wurden die Weichen bei Softline vor allem auch personell neu gestellt.

Neben Michel rückte im September 2008 Thomas Weber als Finanzvorstand in die Softline-Führung. Hans-Jörg Staudte löste den zu Tetraguard abgewanderten Guido Wöhrlin-Braaz als Geschäftsführer der Distributionstochtergesellschaft TradeMail ab. Deren Portfolio hatte Softline sukzessive erweitert – zuletzt beispielsweise im Bereich Spiele mit Angeboten der TopWare Entertainment GmbH.

Einen entscheidenden Schritt hin zur Beteiligungsgesellschaft habe das Offenburger Unternehmen nach Einschätzung von CEO Michel jedoch durch die Mehrheitsbeteiligung am IT-Dienstleister Prometheus GmbH vollzogen. Damit hofft Softline auch, künftig weniger abhängig vom margenschwachen Distributionsgeschäft zu sein. "Wir können so wesentlich besser auf sich verändernde Marktanforderungen wie beispielsweise Software-as-a-Service, Hosting oder andere Dienstleistungen reagieren", unterstrich Michel.

Prometheus habe das Geschäftsjahr 2008 zum 31. Dezember profitable angeschlossen, nach dem im Jahresverlauf eine Reihe von "Rahmenverträgen mit bedeutenden Systemintegratoren und Systemhäusern geschlossen" werden konnten. "Nach den intensiven Sanierungen und Restrukturierungen sowie noch notwendigen Finanzierungsmaßnahmen sehen wir uns bestens gerüstet, um spätestens im Geschäftsjahr 2009/2010 wieder eine nachhaltige Profitabilität zu erreichen", betonte Softline-Chef Michel. "Für das laufende Geschäftsjahr streben wir nach wie vor ein ausgeglichenes Ergebnis für die Softline-Gruppe an", konstatierte der CEO. (map)