Online-Stellenmarkt in der Schweiz boomt
Der Jobpilot-Index, eine Messgröße für die Entwicklung des Schweizer Online-Stellenmarktes, hat im Oktober 2007 mit 181 Punkten einen neuen Höchststand erreicht.
Die Zahl der über das Internet angebotenen Jobs in der Schweiz wächst kontinuierlich. Der Jobpilot-Index, eine Messgröße für die Entwicklung des Schweizer Online-Stellenmarktes, erreichte im Oktober 2007 mit 181 Punkten einen neuen Höchststand. Der bisherige Spitzenwert im Vorquartal (Juli 2007) wurde um 18 Punkte übertroffen, was gleichzeitig den stärksten Anstieg in der mehr als sechsjährigen Geschichte des Jobindex bedeutete.
Das Internetangebot an freien Stellen ist sowohl bei den Schweizer Stellenbörsen als auch auf den firmeneigenen Websites auf neue Rekordwerte geklettert. Der Index wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz gemeinsam mit der Universität Zürich viermal jährlich erhoben und von Monster.ch publiziert.
Es ist das fünfte Allzeithoch in Folge. Mit seinem gegenwärtigen Rekordstand übertrifft der Index den Höchststand während des New-Economy-Booms vor fünf Jahren deutlich. Damals (Juli 2001) kletterte er auf 113 Punkte, exakt zwei Jahre später rutschte er auf den Rekord-Tiefststand von 37 Punkten. Der Stand von Oktober 2006 wurde binnen Jahresfrist um 51 Punkte übertroffen.
Der Jobpilot-Index besteht aus zwei Teil-Indizes. Der Index für das Angebot auf den spezialisierten Online-Stellenmärkten verbesserte sich gegenüber Juli 2007 um 21 auf 166 Punkte und wächst damit deutlich stärker als das Angebot auf den Rekrutierungsseiten der Unternehmen, das um 13 auf 212 Punkte anstieg. Für letzteren Teilindex führt der Stellenmarktmonitor der Universität Zürich auf den Websites von rund 1.000 Schweizer Firmen und Organisationen repräsentative Stichproben durch.
Das größere Wachstum auf den Online-Stellenmärkten kommentiert ein Sprecher der Monster Worldwide Switzerland folgendermaßen: "Nach den verstärkten Ausschreibungen der letzten Monate auf den Firmenwebsites, müssen – zum Beispiel aufgrund des akuten Fachkräftemangels – nun auch die Potenziale der Online-Stellenmärkte ausgeschöpft werden, dies auch, weil hier bessere Erfolgschancen für die immer wichtiger werdende internationale Rekrutierung bestehen."
Besonders stark zugelegt haben allerdings vor allem die Berufe der Gruppe "Körperpflege, Reinigung und Hauswirtschaft" (plus 163 Punkte). Doch auch die eher international zu besetzenden "Management- und Kaderpositionen" legten um 27 Punkte zu. Zudem profitierte der Online-Stellenmarkt von einer steigenden Nachfrage im "Gastgewerbe und Tourismus" (plus 28 Punkte) sowie bei "Büro- und Verwaltungsberufen" (plus 24 Punkte). Rückläufig waren hingegen die Angebote für die Berufsgruppen "Verkehr, Lager und Sicherheit" (minus 53 Punkte), "Marketing, Werbung und Medien" (minus 21 Punkte) sowie "Gewerbliche und industrielle Berufe" (minus 13 Punkte). (Tom Sperlich) / (pmz)