LG Electronics gerät in die Verlustzone

Schwächelnde Nachfrage und schwindende Margen in den zentralen Geschäftsfeldern Mobilfunk und Flachbildschirme bescheren dem südkoreanischen Elektronikriesen einen überraschenden Quartalsverlust.

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Der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics (LG) ist im Schlussquartal des vergangenen Geschäftsjahrs in die roten Zahlen geraten. Der frisch umstrukturierte Konzern litt besonders unter schwindenden Margen bei Mobiltelefonen und Flachbildschirmen. Der Konzern wies einen Quartalsverlust von 671 Milliarden Won (377 Millionen Euro) aus. Im Vorjahreszeitraum hatte LG noch 621 Milliarden Won (349 Millionen Euro) verdient. Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 6,6 Billionen Won (3,7 Milliarden Euro).

Für den ersten Verlust nach sieben Gewinn-Quartalen macht das Unternehmen die schwindenden Margen in den Kerngeschäftsbereichen Flachbildschirme und Mobiltelefone verantwortlich. Zwar sei der Handy-Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent auf 25,7 Millionen Stück gestiegen, doch sei die Gewinnspanne stark unter Druck geraten. Insgesamt konnte LG im vergangenen Jahr 100,7 Millionen Handys verkaufen. Dabei konnte der Hersteller auch von der schwächer auftretenden Konkurrenz von Sony Ericsson und Nokia profitieren. Dennoch wird 2009 nicht einfach für den Handyhersteller.

Das Display-Geschäft macht dem Konzern weiter Sorgen. Trotz steigender Umsätze und Stückzahlen bei LCDs weitete sich der Verlust der Sparte aus. Das Unternehmen macht den steilen Preisverfall bei Fernsehern sowie die sinkende Nachfrage bei Plasmapanels für die Entwicklung verantwortlich. Dank steigendem Bedarf an kleineren Niedrigpreisgeräten in Schwellenländern werde sich die Nachfrage 2009 insgesamt etwa auf dem Niveau des Vorjahres halten.

Insgesamt sei der Markt von schwächelnder Nachfrage und starkem Wettbewerb inmitten einer weltweiten Rezession geprägt. Das werde auch das Ergebnis des laufenden Jahres belasten, teilte das Unternehmen mit. LG will nun die Kosten weiter senken und die Investitionen kürzen sowie das Marketing verstärken. (vbr)