Die Natur als Vorbild

Energiesparen gilt als ein Top-Thema der Hannover Messe. Forscher schauen sich bei der Entwicklung neuer Verfahren auch gerne mal in der Natur um, zudem erhalten sie dadurch auch Ansätze für den Einsatz umweltfreundlicherer Materialien.

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Energiesparen gilt als ein Top-Thema der Hannover Messe. Forscher schauen sich bei der Entwicklung neuer Verfahren auch gerne mal in der Natur um, zudem erhalten sie durch die Beobachtung natürlicher Vorgänge auch Ansätze für den Einsatz umweltfreundlicherer Materialien.

Die Unternehmensgruppe Festo hat sich im Rahmen ihres Bionic Learning Network bei den Quallen umgeschaut und die kĂĽnstliche Qualle "Aqua Jelly" konstruiert. Die Forscher orientierten sich an der Leichtbauweise der schwabbeligen Meerestiere, die selbst kaum Energie verbrauchen. Der Prototyp steuert nach Unternehmensangaben autonom und energieeffizient Vortrieb und Richtung durch eine intelligente Auswertung von Licht-, Druck- und Funksensoren. Festo will dieses Prinzip auf industrielle Automatisierungsprozesse ĂĽbertragen.

Eine umweltfreundliche Beschichtung für Schiffe haben hingegen die Forscher der Hochschule Bremen entwickelt. Um die Schiffsrümpfe vor unerwünschten Anlagerungen von Seepocken oder Miesmuscheln zu schützen, setzen Schiffsbauer bisher auf giftige Beschichtungen, häufig mit dem inzwischen weltweit verbotenen hochtoxischen Tributylzinn (TBT), die Bremer hingegen bei ihrer neuen Beschichtung auf eine Art künstlicher Haifischhaut: Das Prinzip der neuen Schutzschicht beruht auf der Hautstruktur des Katzenhais und bildet einen elastischen Schutzwall. Die Neuentwicklung lasse sich problemlos mit dem Pinsel auf Schiffsrümpfe auftragen, heißt es.

Festo: Halle 15, Stand D07
Hochschule Bremen: Halle 2, Stand D46
(ll)