Sony Deutschland braucht einen neuen Chef

Wie das Unternehmen heute mitteilte, habe sich der bisherige Managing Director Manfred Gerdes entschieden, Sony zu verlassen. Kommissarisch hat Vorstandsmitglied Jürgen Schmitz den Posten übernommen.

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Managing Director Manfred Gerdes habe sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen, teilte Sony Deutschland heute mit. Bis ein Nachfolger gefunden sei, werde Jürgen Schmitz, der amtierende Director Finance & Operations, den Posten kommissarisch übernehmen. Die strategische Ausrichtung der Sony Deutschland GmbH bleibe unverändert.

Nachdem der Hersteller bereits zum Jahresauftakt seinen Vertriebsleiter verloren hatte – der langjährige Mitarbeiter Frank Lubnau ging ebenfalls "auf eigenen Wunsch" – übernahm Gerdes auch die gesamte Verantwortung für den Vertrieb in Deutschland. Der 53-jährige ist seit 11 Jahren bei Sony und wurde Anfang 2005 mit der Leitung der hiesigen Niederlassung betraut.

Unter seiner Regie wurde Sony komplett neu aufgestellt. Nach deutlichem Umsatzschwund und Verlusten bis zu 40 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2005/2006 hatte Gerdes unter anderem die Entlassung von 150 Mitarbeitern und verschiedene Maßnahmen zur Kostensenkung angekündigt und durchgesetzt. Sowohl die Restrukturierung als auch den Umzug der Firmenzentrale von Köln nach Berlin habe Gerdes erfolgreich abschließen können. "Ich danke Manfred Gerdes für seinen Beitrag, den er sowohl für Sony Electronics als auch für Sony Computer Entertainment geleistet hat und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft", erklärte Fujio Nishida, President Sony Europe, anlässlich des Ausscheidens von Gerdes. (map)