Nokia Siemens Networks eröffnet großes Mobilfunk-Forschungszentrum in China

Im chinesischen Hangzhou sollen künftig rund 600 Mitarbeiter neue Lösungen für 3G-Netze, Wimax und I-HSPA entwickeln. In Deutschland hingegen wurde zuletzt das Aus für die in Berlin angesiedelte Mobilfunk-Forschungseinheit "Radio Access" beschlossen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) hat am Freitag sein größtes Mobilfunk-Forschungszentrum außerhalb Europas eröffnet. Im "Innovation Software Park" von Hangzhou, 190 Kilometer südlich von Shanghai, sollen künftig rund 600 Mitarbeiter neue Lösungen für 3G-Netze, Wimax und I-HSPA (Internet High Speed Packet Access) entwickeln.

Für NSN zählt die "Great China Region" (China, Taiwan, Hongkong) zu den wichtigsten Märkten. Im dritten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen dort einen Umsatz von 372 Milionen Euro, 26 Prozent mehr als im Vorquartal. Andere Forschungs- und Entwicklungszentren in China unterhält der Netzwerkspezialist bereits in den Großräumen Peking, Shanghai, Suzhou, Chengdu, Shenzhen

In Deutschland hingegen wurde zuletzt das Aus für die in Berlin angesiedelte NSN-Einheit "Radio Access" beschlossen, die sich ebenfalls auf Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Mobilfunk konzentriert. Weil sich die etwa 60 Mitarbeiter geweigert hatten, im Rahmen einer Auslagerung zum indischen IT-Dienstleister Wipro Technologies zu wechseln, soll das Berliner Segment jetzt im Jahr 2009 geschlossen werden. (pmz)