Jülich will Institut für Computersimulation gründen

Das Forschungszentrum Jülich will ein Institut für "Advanced Simulation" gründen. Das berichtet das Magazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe.

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Das Forschungszentrum Jülich will ein Institut für "Advanced Simulation" gründen. Das berichtet das Magazin Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 12/07 (seit dem 22.11. am Kiosk oder portokostenfrei online zu bestellen).

Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre, (JSC) kündigt die Gründung des neuen Instituts für "Advanced Simulation" im Gespräch mit Technology Review an. Die dort beschäftigten Forscher sollen keinen Zweifel daran lassen, dass Jülich "die Nummer eins in Sachen Simulationswissenschaften auf einer Vielzahl von Gebieten ist". Denn beim Bau von Hochleistungsrechnern habe Deutschland zwar den Anschluss verloren. Aber immer noch arbeiteten hier die herausragenden Köpfe, die die Disziplin der Simulation mittels Superrechnern erst aus der Taufe gehoben hätten, so Lippert.

Das JSC hatte erst vor kurzem mit seiner neuesten Errungenschaft für Furore gesorgt: einem IBM-Rechner des Typs Blue Gene/P mit 65000 Prozessoren in 16 Racks, der erst seit Anfang November in Betrieb ist. In ersten Tests kam der Rechner auf 167 Billionen Fließkomma-Operationen pro Sekunde (Flops), was ihn zum derzeit schnellsten Computer in Europa und zum zweitschnellsten weltweit macht. Um mit den Benchmarks rechtzeitig fertig zu sein, hatte Jülich sogar auf einen Aufbau und Test des Gesamtsystems in den USA verzichtet.

Auf europäischer Ebene macht das JSC sich für das Projekt Prace stark, einem neuen Supercomputing-Netz für Europa. Die "Partnership for Advanced Computing in Europe" soll europäischen Wissenschaftlern und Ingenieuren künftig den Zugriff auf europäische Supercomputing-Ressourcen der Spitzenklasse sichern. (wst)