Avaya- und EDS-Mitarbeiter protestieren auf CeBIT gegen Sparpläne
Im Rahmen eines Warnstreiks will die Gewerkschaft IG Metall am Mittwoch in Hannover für einen Sozialtarifvertrag bei Avaya demonstrieren. Auch EDS-Mitarbeiter planen eine Protestveranstaltung auf dem Messegelände.
Die Beschäftigten der Telekommunikationsunternehmen Avaya und EDS wollen ihren Arbeitskampf auf die Computermesse CeBIT bringen. Im Rahmen eines Warnstreiks wolle sie am Mittwoch in Hannover für einen Sozialtarifvertrag bei Avaya demonstrieren, kündigte die IG Metall heute in Frankfurt an. Die Geschäftsleitung habe Verhandlungen dazu bislang abgelehnt. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem Abfindungen, eine dreijährige Transfergesellschaft und einen Rentenübergang für über 55-Jährige. EDS-Mitarbeiter wollen am Mittwochmittag auf dem Messegelände eine Veranstaltung abhalten.
Nach Gewerkschaftsangaben will sich das von Finanzinvestoren beherrschte Unternehmen Avaya in den kommenden neun Monaten von jedem sechsten seiner 3600 Mitarbeiter in Deutschland trennen. Die Niederlassungen in Köln und Hamburg sollen demnach ganz geschlossen und die Entwicklung vom Hauptsitz Frankfurt zu großen Teilen nach Indien verlagert werden. Auch die Werkstatt im südhessischen Dietzenbach sei bedroht. Das Unternehmen konzentriert sich auf Internet-Telefonie und Callcenter-Lösungen.
Auch bei EDS drohen nach der Übernahme durch den Computerriesen Hewlett Packard (HP) Jobverluste unter anderem in der größten deutschen Niederlassung in Rüsselsheim. Von bundesweit etwa 4200 EDS-Arbeitsplätzen sollen 1150 wegfallen. Standortschließungen sind in Ludwigsburg, Leuna, Wuppertal, Essen und Köln geplant. Die Beschäftigten verlangen Tarifverträge zu Gehalt, Arbeitsbedingungen und Beschäftigungssicherung. (dpa) / (anw)