Siemens sieht guten Start ins Geschäftsjahr
Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres hat der Konzern den Umsatz um 7 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro gesteigert.
Die Siemens AG hat im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres, das mit dem Dezember endete, den Umsatz um 7 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro gesteigert. Der Auftragseingang habe mit 22,2 Milliarden Euro sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8 Prozent gesunken, heißt es in einer Mitteilung. Der operative Gewinn stieg um 20 Prozent auf 2 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern lag bei 1,2 Milliarden Euro gegenüber 6,475 Milliarden vor einem Jahr. Die Vorjahreswerte enthalten einen Ertrag von rund 5,4 Milliarden Euro, der hauptsächlich aus dem Verkauf von Siemens VDO Automotive stammt.
"Siemens ist ein guter Start ins neue Geschäftsjahr gelungen", sagte Vorstandsvorsitzender Peter Löscher. Der Konzern habe beim Auftragseingang besser abgeschnitten als der größte Teil der Konkurrenz. Trotz des schwierigen Umfelds halte der Konzern an seinen Ergebniszielen für das Geschäftsjahr 2009 fest.
In allen drei Sektoren sei der Umsatz angestiegen, angeführt von zweistelligen Wachstumsraten im Energy-Sektor. Auch der Healthcare-Sektor habe einschließlich des zur Diagnostik-Sparte neu hinzugekommenen Dade Behring zweistellig zugelegt. Industry habe absolut gerechnet den größten Beitrag zum Ergebnis der Sektoren beigetragen, aber im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Rückgang verzeichnet. Dies sei hauptsächlich auf den Rückgang im Geschäft mit Industrieautomatisierung zurückzuführen.
Mit dem Ausstieg aus der Kommunikationstechnik im vergangenen Geschäftsjahr habe der Konzern ein "traditionsreiches, aber zuletzt auch sehr schmerzliches Kapitel" nahezu beendet, sagte Löscher. Jetzt konzentriere sich der Konzern uneingeschränkt auf die Felder, auf denen das Unternehmen weltweit führend sei und von denen er sich große Markt- und Wachstumschancen erwarte: Gesundheitsversorgung, Energieeffizienz und Umweltschutz. Um das Unternehmen schneller und weniger komplex zu machen, habe sich Siemens darüber hinaus von "Randaktivitäten" mit einem Geschäftsvolumen von insgesamt rund einer Milliarde Euro getrennt und sich aus dem Joint Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC) zurückgezogen. (anw)