Blade-Server mit bis zu 128 GByte RAM für virtuelle Maschinen

Im neuen Server-Einschub ProLiant BL 495c kombiniert HP zwei Quad-Core-Opterons mit 16 DIMM-Slots und einem 10-Gigabit-Ethernet-Adapter mit zwei Ports.

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Zunehmend betreiben Rechenzentren Server als virtuelle Maschinen (VMs), die sich flexibel konfigurieren und zwischen verschiedenen physischen Maschinen verschieben lassen sowie die vorhandene Hardware-Leistung potenziell besser auslasten. Mit dem Blade-Server ProLiant BL 495c G5 stellt HP nun einen Einschub für seine BladeSystem-Chassis vor, der sich mit acht Opteron-2300-Rechenkernen, 16 DIMM-Slots für bis zu 128 GByte Hauptspeicher und einem integrierten 10-Gigabit/s-Ethernet-(10GE-)Adapter mit zwei Ports besonders gut für virtualisierte Server eignen soll.

Dank der optimierten Hardware-Virtualisierungsunterstützung sollen die beiden Quad-Core-Opterons der Baureihe 2300 (K10) auch viel Performance liefern. Bis zu zwei Festplatten nimmt der Server auf; sie lassen sich zwar nicht im laufenden Betrieb wechseln, doch HP setzt angeblich besonders ausfallsichere Solid State Disks (SSDs) ein.

In ein BladeSystem Enclosure c7000 passen bis zu 16 ProLiant BL 495c G5, vier der je 10 HE hohen Blade-Chassis passen in ein 42-HE-Rack. In einem solchen Schrank lassen sich also 128 Opterons mit 512 CPU-Kernen sowie maximal rund 8,2 TByte RAM unterbringen. Als Erweiterungskarten lassen sich Infiniband-Adapter nachrüsten, wenn die 10GE-Vernetzung nicht erwünscht ist.

HP spricht vom "weltweit ersten Virtualisierungs-Blade", doch der Anspruch scheint etwas hoch gegriffen: Firmen wie Egenera offerieren schon seit mehreren Jahren Blade-Server, die sich über einen leistungsfähigen Interconnect-Unterbau als Virtual Fabric nutzen lassen. Auch Startup-Firmen wie 3 Leaf Systems oder Liquid Computing arbeiten an solchen Konzepten – offenbar mit hohem wirtschaftlichem Risiko: Die ebenfalls in diesem Bereich tätigen Newcomer Panta Systems und Fabric7 sind bereits wieder verschwunden. (ciw)