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Certgate erhöht Smartphone-Sicherheit

Mit Hilfe einer auf einer MicroSD-Karte untergebrachten Smard Card erhöht das Unternehmen die Sicherheit von Smartphones.

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Smartphones gehören für viele Systemadministratoren zu den größten Sicherheitsrisiken im Unternehmensnetz. Geht eines der Geräte verloren, so steht dem Finder – oder dem Dieb – durch die auf dem Gerät gespeicherten Daten der Zugang zu Firmengeheimnissen oder sogar zum internen Unternehmensnetz offen. Daher ist der Einsatz von Smartphones vor allem bei hochrangigen Mitarbeitern von Unternehmen oder Regierungen umstritten – das Ansinnen des neuen US-Präsidenten Barak Obama, seinen Blackberry auch weiterhin für seine private Kommunikation zu nutzen, sorgte gar für ein weltweites Medienecho.

Das deutsche Sicherheitsunternehmen Certgate stellt nun auf der CeBIT seinen "certgate Protector for Smartphones" vor. Die auf einer MicroSD-Karte integrierte Smard Card verschlüsselt Benutzerdaten und kontrolliert Zugangs- sowie Zugriffsrechte. Auf Anwenderwunsch legt die Certgate-Smartcard Bluetooth, WLAN oder ActiveSync lahm und deaktiviert die im Gerät verbaute Kamera oder den Mediaplayer. Internet-Zugriffe erfolgen zwangsweise über ein mit dem Unternehmens- oder Behördennetz verbundenes VPN. Das Smartphone ist in der sichersten Ausbaustufe lediglich für die Kernfunktionen nutzbar, etwa der Synchronisation von E-Mails, Kalendereinträgen und Kontakten sowie dem sicheren Zugang zum Web.

Die Certgate-Smartcard kommt auch beim Smartphone Simko2 von T-Systems – auch als "Merkel-Phone" tituliert – zum Einsatz. Nach Angaben von T-Systems hat das BSI nun den Sicherheitsstatus geprüft und empfehle diese Lösung für den Einsatz für VS/NfD (Verschlusssache nur für den Dienstgebrauch). Dies entspräche beispielsweise den besonderen Anforderungen bestimmter Dienststellen der Bundesregierung und Industrieunternehmen. (ll)