Apple-Manager wollen Rechtsstreit um Aktienoptionen beilegen

Steve Jobs und andere hochrangige Apple-Manager haben einer Einigung mit Aktionären zugestimmt, die 2006 wegen rückdatierter Aktienoptionen vor Gericht gegangen sind.

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Apple-Chef Steve Jobs und frühere sowie derzeitige hochrangige Manager des IT-Konzerns haben eingewilligt, ein Sammelverfahren wegen falschen Umgangs mit Aktienoptionen beizulegen. Eine Versicherung, bei der Jobs und die anderen Beschuldigten risikoversichert sind, soll Apple 14 Millionen US-Dollar auszahlen. Davon sollen 8,5 Millionen US-Dollar an die Klägeranwälte gehen und 350.000 US-Dollar zur Begleichung von Kosten aufgewendet werden. Richter Jeremy Fogel vom Bundesgericht in San Jose hat dem Vorschlag vorläufig zugestimmt, er will sich mit am 31. Oktober in einer abschließenden Anhörung ausführlicher befassen.

Bei solchen in den USA "derivative lawsuit" genannten Verfahren gehen die Kläger nicht vor Gericht, um für sich selbst Schadenersatz zu erstreiten, sondern mit der Annahme, der Firma im Ganzen sei Schaden entstanden. Solche Verfahren werden laut Medienberichten in den USA immer populärer. Sie haben zum Ziel, ein Unternehmen dazu zu bewegen, die bisher angewandten Praktiken zu ändern. In diesem Verfahren soll Apple laut Medienberichten zugesagt haben, künftig anders mit Aktienoptionen umzugehen.

Apple hatte im Juni 2006 Unregelmäßigkeiten bei Aktienoptionen für leitende Mitarbeiter eingeräumt. Eine anschließende Untersuchung bestätigte den Verdacht. Demnach sind in den Jahren 1997 bis 2002 bei Apple Aktienoptionen zurückdatiert worden. Bei 15 Gelegenheiten wurden Optionen auf Termine rückdatiert, an denen ein günstigerer Aktienkurs höhere Gewinne einbrachte. Daraufhin haben einige Aktionäre geklagt. Das US-Justizministerium im Juli seine Ermittlungen in dieser Angelegenheit eingestellt. Im August beendete die US-Börsenaufsicht ihre Ermittlungen gegen die ehemalige Chefjuristin des Computerkonzerns, Nancy Heinen, gegen eine Zahlung von 2,2 Millionen US-Dollar. (anw)