Biegbare Displays werden berührungsempfindlich

US-Forscher arbeiten zusammen mit E Ink an induktiven Touchscreens. Sie wollen neuartige mobile und sehr robuste Geräte entwickeln.

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US-Forscher haben erstmals Bildschirme aus elektronischem Papier entwickelt, die sowohl flexibel als auch berührungsempfindlich sind. Ziel sind neuartige mobile Geräte mit großer Robustheit. Erster Kunde ist das US-Militär, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Schon seit einigen Jahren versuchen mehrere Hersteller, Displays zu bauen, die sich stärker an Papier orientieren als aktuelle LCDs, wie sie in Desktop-Monitoren und Laptops stecken. E Ink aus dem amerikanischen Cambridge liefert bereits entsprechende Modelle aus, die etwa in Amazons E-Book-Lesegerät Kindle genutzt werden. Dabei kommen Spezialpartikel zum Einsatz, die an elektronische Tinte erinnern. Eine biegsame Variante ist noch in diesem Jahr geplant: Der niederländische Anbieter Polymer Vision bringt den "Readius" mit ausrollbarem Bildschirm auf den Markt.

An der Berührungsempfindlichkeit solcher Displays wird nun am Flexible Display Center (FDC) der Arizona State University geforscht. Das Zentrum arbeitet zusammen mit E Ink an entsprechenden Ideen. Dabei sollen induktive Touchscreens zum Einsatz kommen, da dies die einzige Technik ist, die sich problemlos biegen lässt, ohne Fehlimpulse zu erzeugen. Dazu wird ein Spezialmaterial als Rückwandplatine verwendet: Eine Kunststoffstruktur, die von DuPont entwickelt wurde. Sie wird bereits für die Herstellung von Dünnfilmtransistoren verwendet. Prototypen des neuen Schirms wurden bereits einem harten Testparcours unterzogen, der Militäranwendungen simulieren soll.

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(bsc)