Haier: Android-Tablets statt Kühlschränke
Die chinesische Firma Haier ist weltweit führender Produzent von Haushaltsgeräten und will nun auch Android-Tablets in Deutschland verkaufen. Zum Start gibt es ein Phablet mit Full-HD-Auflösung und superdünne Tablets.
(Bild: Haier)
Wenn man hierzulande überhaupt schon einmal etwas vom chinesischen Konzern Haier gehört hat, dann höchstens im Zusammenhang mit Haushaltsgeräten oder vereinzelten Fernseher-Modellen. Nun will es der Hersteller auch mit Android-Geräten auf dem deutschen Markt versuchen. Zum Debut hat der Hersteller im Rahmen der Elektronikmesse CES die beiden Tablets HaierPad Mini 781 und HaierPad Maxi 1043 und das Phablet HaierPad H6000 präsentiert. Als Betriebssystem läuft auf allen drei Modellen Android 4.2.
Das HaierPad Mini 781 ist mit 6,6 mm außergewöhnlich dünn. Zum Vergleich: Das ebenfalls sehr flache Apple iPad mini Retina ist 7,5 mm tief. Zudem ist das HaierPad mit 290 Gramm recht leicht für ein Gerät mit über 7 Zoll Display-Diagonale – 7,85 Zoll um genau zu sein. Über technische Details schweigt der Hersteller sich größtenteils aus; in allen drei Geräten soll ein nicht benannter Quad-Core-Prozessor mit 1,6 GHz sitzen. Wir vermuten, dass Haier wie viele andere chinesische Hersteller auch auf einen Prozessor von MediaTek setzt. Diese erreichen zwar nicht die Benchmark-Werte von Qualcomms Snapdragon-Modellen, können mit optimierten Treibern aber Android einigermaßen flüssig animieren.
(Bild: Haier)
Als einziges der drei Geräte muss das Haier Pad Mini 781 mit HD-Auflösung auskommen – vermutlich 1280 × 720 Pixel. Die anderen beiden Geräte zeigen mit 1920 × 1200 (Maxi 1043) beziehungsweise 1920 × 1080 Pixeln Full-HD-Auflösung. Auf der Rückseite des Mini 781 nimmt eine Kamera Bilder mit 5 Megapixel auf, eine auf der Vorderseite mit 2 Megapixel.
(Bild: Haier)
Angaben über RAM oder Konnektivität fehlen bislang. Ab Februar bekommt man das HaierPad Mini 781 in drei verschiedenen Farben mit 8 GByte Flash-Speicher für 199 Euro und mit 16 GByte für 220 Euro.
Das 10-Zoll-Tablet HaierPad Maxi 1043 gibt es ebenfalls in drei Farben ab April für 329 Euro. Wie groß der interne Speicher sein wird, ist unbekannt; das RAM fasst 2 GByte. Über einen MiniHDMI-Anschluss kann man einen Bildschirm anschließen; die Kameras haben ebenfalls 5 und 2 Megapixel. Mit 6,9 mm ist das Maxi fast so flach wie das kleinere Tablet-Modell.
(Bild: Haier)
Mit dem HaierPad H6000 kann man auch telefonieren. Es unterstütz HSPA+ DC und sollte somit theoretisch 42 MBit/s im Download erreichen. Es bietet Platz für zwei SIM-Karten, wobei unklar ist, ob beide parallel genutzt werden können und gleichzeitig auf UMTS zurückgreifen. Zu der hohen Pixeldichte von 373 dpi führt die Kombination aus 5,98 Zoll Displaydiagonale und Full-HD-Auflösung. Die Kameras auf Vorder- und Rückseite fangen 13 beziehungsweise 5 Megapixel ein. Im internen Flash-Speicher ist 16 GByte Platz. Gutem Phablet-Durchschnitt entsprechen die 3200 mAh des Akkus. Dieser soll 12 "Betriebsstunden" durchhalten; ob damit Standby-Zeit oder ein Telefonat gemeint ist, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Für ersteres wäre die Zeit allerdings arg kurz.
Das HaierPad H6000 kann man ab April ab 349 Euro kaufen. Haier ging ursprünglich aus einer Kooperation mit der deutschen Firma Liebherr hervor uns mauserte sich innerhalb von 20 Jahren mit heute rund 10 Prozent Marktanteil zum Marktführer im Bereich Haushaltsgeräte. (hcz)