Bericht: Jeder 8. Deutsche verkauft Weihnachtsgeschenke online weiter

Einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zufolge planen gut 12 Prozent der Deutschen den Verkauf oder die Versteigerung ihnen nicht gefallender Weihnachtsgeschenke über das Internet.

vorlesen Druckansicht 59 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Die E-Commerce-Umsätze steigen hierzulande jährlich weiterhin um gut 10 Prozent. Jeder dritte Händler erzielt mittlerweile über die Hälfte seines Geschäfts online. Gerade zu Weihnachten kommen die Deutschen alljährlich besonders stark in Kauflaune. Laut Creditreform Boniversum shoppen inzwischen 70 Prozent der Verbraucher hierzulande online und geben dabei im Durchschnitt 495 Euro aus – 24 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Doch die Deutschen nutzen das Internet nicht nur zum Einkaufen, auch der Verkauf nimmt online weiter zu, wie der Branchenverband Bitkom in einer aktuellen Studie ermittelt hat.

Demnach wollen in diesem Jahr rund 8 Millionen Verbraucher (etwa 12 Prozent der Bevölkerung) nach dem Fest die ihnen nicht gefallenden Weihnachtsgeschenke über das Internet verkaufen oder versteigern. Im Vergleich zum Vorjahr würde das einer Verdopplung gleichkommen: 2012 hatten nur gut 4 Millionen den Online-Verkauf in Erwägung gezogen. Die Mehrheit der unliebsamen Geschenke wird aber weiterhin auf dem üblichen Weg über den Händler per Umtausch zurückgegeben – 56 Prozent der Deutschen nutzen diese Möglichkeit. Allerdings wird in diesen Fällen in der Regel der Kaufbeleg benötigt.

Der zunehmende Trend zum Weiterverkauf über das Internet erklärt sich nach Einschätzung von Bitkom-Experte Tobias Arns auch aus der Tatsache, dass dafür keine Quittung benötigt wird, um die man den Schenkenden bitten müsste. Knapp ein Viertel der Deutschen verschenkt daher auch Präsente einfach weiter. Rund 14 Prozent scheuen sämtliche Mühen: sie behalten die Geschenke einfach, auch wenn sie ihnen nicht gefallen. (map)