Greenpeace veröffentlicht neue Rangliste für Grüne Elektronik
Selbst der auf Platz 1 stehende finnische Handy-Hersteller Nokia erreicht gerade mal 7 von 10 möglichen Punkten. Auf den letzten Plätzen landen Sharp, Microsoft und Nintendo.
In der aktuellen Rangliste steht die finnische Nokia an der ersten Stelle. Zwar ist nach der Meinung von Greenpeace auch bei Nokia noch lange nicht alles so umweltfreundlich, wie es sein könnte – dennoch folgen die anderen Unternehmen erst mit einem gehörigen Abstand. Nokia erreicht im Ranking sieben von zehn Punkten, dazu führte unter anderem ein verbessertes Rücknahmeangebot in Indien.
Mit rund 5,5 Punkten folgt mit Samsung ein weiterer Handy-Hersteller, dicht gefolgt von Fujitsu-Siemens, Sony und Sony-Ericsson. Fujitsu-Siemens lag bei der letzten Erhebung noch auf Platz 15, konnte sich aber durch die Ankündigung von PVC- und BFR-freien Produkten nun nach vorne schieben. Zwar sind bisher noch keine Computer ohne PVC und Flammenschutzmittel auf dem Markt, viele neue Produkte wiesen laut Greenpeace-Sprecherin Iza Kruszewska aber deutlich geringere Mengen auf: "Die meisten Firmen konnten den verschärften Kriterien für giftige Inhaltsstoffe, Elektroschrott und Energieverbrauch nachkommen." Kritisch sieht sie Produkte wie den Apple iPod: Die Kosten für eine Neuanschaffung eines Akkus sind beinahe so hoch wie ein neues Gerät. Dennoch lobt sie Apple für die Ankündigung, sämtliche Giftstoffe bis Ende 2008 aus seinen Produkten zu verbannen.
Ganz unten im Ranking stehen Sharp mit 3,1 Punkten, Microsoft mit 2,2 Punkten und immer noch völlig abgeschlagen Nintendo mit 0,8 Punkten. Das Ranking berücksichtigt zum zweiten Mal auch den Energieverbrauch der Geräte. Nach Angaben von Greenpeace ist die Elektroindustrie mittlerweile für rund zwei Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. (ll)