OLED-TVs mit 4K-Auflösung, Smart-TV mit webOS
LG kündigt zur CES neue OLED-Fernseher mit Diagonalen bis 1,96 Meter an: Sie haben 4K-Auflösung und integrieren H.265-Decoder für 60-Hz-Signale. Außerdem zeigt der koreanische Hersteller möglicherweise das erste Smart-TV mit WebOS.
Anlässlich der anstehenden CES in Las Vegas erweitert LG sein Angebot an Flachbildfernsehern mit organischen Displays und setzt dabei auf ultrahohe Auflösung: Die OLED-TVs mit Diagonalen zwischen 1,40 Metern (55 Zoll) und 1,96 Metern (77 Zoll) zeigen 3840 × 2160 Bildpunkte.
(Bild: evleaks)
Nicht als offizielle Ankündigung, sondern als Gerücht ist der erste Fernseher mit webOS-Betriebssystem aufgetaucht: The Verge stieß auf ein Foto des vermeintlichen webOS-TVs. LG hatte Anfang 2013 das Smartphone-und Tablet-Betriebssystem webOS von HP inklusive aller Patent-Lizenzen, der an webOS arbeitenden Entwickler und Techniker sowie alle webOS-Websites übernommen. Schon seinerzeit hatte LG angekündigt, das System nicht für Mobilgeräte, sondern für Smart-TVs nutzen zu wollen. The Verge zufolge soll das webOS-getriebene Smart-TV einen Dual-Core-Prozessor mit 2,2 GHz und 1,5 GB-Ram nutzen. Auf dem Bild erkennt man einige in Karten geordnete Apps etwa für Facebook, Youtube, Twitter und Skype.
4K-TVs mit Biegung
Mitte Dezember hatte LG bereits gebogene 4K-Fernseher zur CES angekündigt – allerdings mit LCD-Schirmen und noch größer mit knapp 2,70 Metern Diagonale.
Laut LG verstehen sich die gekrümmten 4K-OLEDs dank eingebauter H.265-Decoder auf Ultra-HD-Signale mit 60 Hz Bildwiederholfrequenz (2160p/60) auch wenn diese von externen Gräte über HDMI, USB oder Ethernet zugespielt werden. Zusätzlich decodieren die TVs per H.264 weiterhin 4K-Videosignale mit 30 Hz (2160p/30).
Das angekündigte Topmodell 77EC9800, ein 1,96-Meter-TV mit leicht gebogenem OLED-Display, beherrscht die Zwischenbildberechnung für besonders weiche Kameraschwenks – gegen das Ruckeln bei schnellen Kamerafahrten helfen die kurzen Schaltzeiten der organischen Displays nicht. Hier müssen vor allem bei 30-Hz-Sequenzen zusätzliche Bilder eingefügt werden, um die Übergänge zu glätten.
Der auf einem etwas ungewöhnlichen Bügelfuß stehende 77-Zöller ist wie die anderen 4K-Fernseher des Herstellers 3D-fähig. Durch die ultrahohe Displayauflösung bleibt bei der 3D-Wiedergabe trotz Polfilterbrillen die volle Full-HD-Auflösung erhalten. Die wahrnehmbare Auflösung im 3D-Betrieb mit Polfilter-Technik reduziert sich in der Vertikalen um die Hälfte, was bei Full-HD-TVs zu einer etwas pixeligen Darstellung führt.
Das neue 55-Zoll-Modell 55EB9600 ebenfalls mit gekrümmtem Schirm, besteht laut LG aus weniger Einzelteilen und mehr wiederverwertbaren Materialien als das Vorgängermodell 55EA9809. Außerdem arbeite es besonders energieeffizient – eine Eigenschaft, die OLEDs in der Theorie immer zugeschrieben wurde, die die Geräte bislang aber nicht einhalten konnten. LG erhielt für den 55EB9600 jedenfalls den "CES Innovation Award" für Umweltfreundlichkeit und hervorragende Konstruktion. (uk)