Sony Ericsson will grĂĽner werden

Der Handy-Hersteller stellt die Studie eines umweltfreundlichen Mobiltelefons vor und will zudem durch Recycling punkten.

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Das Greeheart ist nur eine Studie und wird in dieser Form nie auf den Markt kommen.

Der Handy-Hersteller Sony Ericsson hat ein Konzept-Handy vorgestellt, das besonders umweltfreundlich sein soll. Das "Greenheart" soll den gesamten Lebenszyklus des Produkts umfassen. Dazu gehört etwa Bioplastik für das Gehäuse und eine Tastatur aus Recycling-Kunststoff. Nur 3,5 mW soll das beigelegte Netzteil im Leerlauf verbrauchen – im Vergleich zum schon als energiesparend angepriesenen Netzteil des Nokia-Öko-Handys 3110 Evolve mit 70 mW Leistungsaufnahme wäre dies ein erheblicher Schritt.

Auch bei Verpackung und Bedienungsanleitung will das Unternehmen ansetzen: Die Verpackung wird etwa dadurch kleiner und leichter, dass der Hersteller auf eine HTML-Hilfe setzt, statt ein gedrucktes Manual beizulegen. Das auf dem Telefon installierte Spiel "Ecomate" soll den Kunden zudem Informationen zum Umweltschutz geben. Ein fertiges Produkt ist das Greenheart jedoch nicht. Sony Ericsson will nach Gesprächen mit Partnern und Kunden abwägen, wie einzelne Teile Einzug in die Handy-Produktion finden könnten.

Weiterhin gab Sony Ericsson bekannt, in speziellen Sammelstellen abgegebene Handys umweltfreundlich zu entsorgen oder einer erneuten Verwertung zuzuführen. Rund 500 eigene Sammelstellen hat das Unternehmen dazu in India, Taiwan, China, Thailand, Singapore USA und Mexico eingerichtet. Das Programm soll 2009 auf alle Länder ausgeweitet werden, in denen das Unternehmen tätig ist. Eigene Sammelstellen will Sony Ericsson allerdings nur in den Ländern bereitstellen, in denen das vorhandene Recycling-System als nicht ausreichend angesehen wird.

Vor allem das RĂĽcknahmeprogramm dĂĽrfte dazu fĂĽhren, dass Sony Ericsson in der Greenpeace-Liste der grĂĽnen IT-Unternehmen wieder aufsteigt. In der letzten Erhebung konnte das Unternehmen zwar mit rund 5,5 von 10 Punkten einen vorderen Platz einnehmen, es war jedoch im Vergleich zum vorhergehenden Ranking von einigen Unternehmen ĂĽberholt worden. (ll)