Dell plant offenbar radikalen Stellenabbau

Der PC-Hersteller will laut Medienberichten offenbar in der EMEA-Region 30 Prozent seiner Stellen im Vertrieb und Marketing abbauen. Auch in den USA sollen 20 Prozent der Stellen betroffen sein. Dell wollte die Berichte nicht kommentieren.

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Von
  • Robert Höwelkröger

Offenbar hat sich Dell ein massives Sparprogramm verordnet, dem nun 30 Prozent der Marketing- und Vertriebsstellen in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) zum Opfer fallen sollen. Wie The Register berichtet, soll der PC-Hersteller auch in den USA planen, jeden fünften Vertriebsmitarbeiter zu entlassen und beruft sich dabei auf zwei unterschiedliche Quellen. Zudem schreibt das Online-Magazin, dass die Personaleinsparungen nicht nur für die schwächelnde PC-Sparte, sondern auch im Storage-Bereich vorgesehen sind, der bisher immer als sehr profitabel galt. Gerade erst schloss das Unternehmen seine Privatisierung und den Rückkauf durch Firmengründer Michael Dell erfolgreich ab. Derzeit beschäftigt das Unternehmen weltweit mehr als 110.000 Mitarbeiter.

Andere Medien wie beispielsweise der Business Insider vermelden, die Nerven lägen im Dell Hauptquartier blank. So soll das Unternehmen bereits im Dezember 2013 ein "Voluntary Separation Program (VSP)" aufgelegt haben, durch das Mitarbeiter bewegt werden soll, das Unternehmen freiwillig zu verlassen. Dell wollte die Berichte nicht kommentieren, ließ aber verlauten: "Wenn es nötig wird, scheuen wir bei Dell auch nicht vor harten Entscheidungen zurück, um den langfristigen Erfolg für das Unternehmen zu sichern. Dabei können sich auch einige dieser Entscheidungen negativ auf das Personal auswirken." (roh)