Winrar 3.8 erscheint mit Verbesserungen im Detail
Das Kompressionsprogramm Winrar 3.8 erhöht unter anderem die Datensicherheit für den Nutzer und kommt mit verbesserter ZIP-Kompatibilität.
Am 1. Oktober erscheint offiziell Version 3.8 des Kompressionsprogramms Winrar. Das Portal Download.com bietet die Software bereits an. Der Packer erstellt RAR- und ZIP-Dateien und entpackt unter anderem Archive der Dateitypen RAR, ZIP, TAR, GZ, BZ sowie 7-Zip.
Winrar öffnet und entpackt ZIP-Archive mit Dateinamen im Unicode-Format UTF-8. Beim Erstellen speichert Winrar Dateinamen nur im Unicode-Format, wenn die verwendeten Zeichen (beispielsweise kyrillische) dies erfordern. Außerdem entpackt es mit WinZip erstellte AES-verschlüsselte ZIP-Archive. Die Funktion" Temporäre Dateien sicher löschen" alias "Wipe Files" überschreibt zu löschende Dateien mit Nullen statt diese lediglich in den Papierkorb zu verschieben. Persönliche Einstellungen zur Kompression lassen sich in Profilen abspeichern und per Kontextmenü aufrufen.
Die Option "vor dem Überschreiben nachfragen" hilft, Flüchtigkeitsfehlern vorzubeugen; die Funktion "vorhandene Dateien überspringen" ignoriert bekannte Dateinamen beim Hinzufügen von weiteren Dateien zu einem bestehenden Archiv. Beim Entpacken eines mehrteiligen Archivs blendet Winrar die Dauer des Vorgangs als Fortschrittsbalken ein. Der Entpacken-Dialog lässt sich per Maus aufziehen, um das Zielverzeichnis komfortabler auswählen zu können. Mit der Tabulatortaste wechselt man zwischen Elementen der Bedienoberfläche; die Tastenkombination Umschalt-Tab wechselt neuerdings in rückwärtiger Reihenfolge.
Die Konsolenvariante Rar.exe blendet beim Entpacken von Solid-Archiven die Prüfsumme ein. Solid-Archive komprimieren global, sodass man einzelne Dateien nicht aktualisieren kann, ohne das gesamte Archiv neu komprimieren zu müssen. Allerdings erreicht das Verfahren eine höhere Kompressionsleistung gegenüber Verfahren, die alle Dateien einzeln komprimieren. Der neue Schalter -cpProfilname wählt eines von mehreren voreingestellten und bearbeitbaren Komprimierungsprofilen aus.
Die mit der neuen Version erstellten RAR-Archive lassen sich auch mit älteren Versionen des Programms öffnen. Registrierte Kunden können kostenlos upgraden, indem sie die Windows-Software herunterladen und installieren. Die Kommandozeilenversion ist auch für Linux, Mac OS X und andere Betriebssysteme verfügbar. Die Windows-Software kostet knapp 36 Euro und ergänzt gegenüber der nichtregistrierten Version beim Erstellen eines RAR-Archivs Informationen über den Autor (Authenticity Verification). Ohne Registrierung läuft die Software nach dem mittlerweile leider vom Aussterben bedrohten Shareware-Prinzip. Nach 40 Tagen blendet sie bei jedem Programmstart eine Zahlungsaufforderung ein.
Siehe dazu auch:
- WinRAR im heise Software-Verzeichnis
(akr)