B2B-Versandhandel überwiegend zufrieden mit der Geschäftsentwicklung
Versandhändler mit gewerblichen Kunden zeigen sich trotz der aktuellen Bankenkrise mit der Umsatz- und Ertragsentwicklung zufrieden, wie eine aktuelle Studie des Bundesverband des Deutschen Versandhandels und der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt.
Versandhändler mit gewerblichen Kunden zeigen sich trotz der aktuellen Bankenkrise und deren drohenden Auswirkungen auf die gesamte Konjunktur mit der Umsatz- und Ertragsentwicklung weitgehend zufrieden, wie eine aktuelle Studie des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt. Im Rahmen der Studie "Die Wirtschaftslage im BtB-Versandhandel" waren dazu bundesweit 123 Versandunternehmen mit gewerblichen Kunden zu ihrer Einschätzung befragt worden.
Die befragten Firmen beurteilen ihre Geschäftslage zwar insgesamt weniger optimistisch als im Vorjahr, aber immer noch knapp 45 Prozent stufen sie als gut bis sehr gut ein (2007: 63 Prozent). Im Hinblick auf die Einschätzung der weiteren Geschäftsentwicklung zeigten sich die Versandunternehmen weniger zuversichtlich: Nur noch gut 40 Prozent erwarten auch künftig gute bis sehr gute Geschäfte – im Vorjahr lag der Anteil noch bei über 61 Prozent. Besonders kleinere Versandhändler blicken wenig optimistisch in die Zukunft. Während gut die Hälfte aller befragten Versandhäuser mit mehr als 100 Mitarbeitern eine gute bis sehr gute Geschäftsentwicklung erwarten, glauben dies nur etwas mehr als ein Drittel der Firmen mit maximal 20 Mitarbeitern.
Die größte Sorge bereitet den befragten Versandhändlern angesichts der Bankenkrise die künftige Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit. Über 47 Prozent rechnen mit erschwertem Finanzmittelzufluss. Ein Abflauen der Umsatzdynamik in der Branche befürchten indes nur knapp 10 Prozent der Studienteilnehmer, 56 Prozent rechnen fest mit weiter steigenden Erlösen. Genauso hoch ist auch der Anteil der B2B-Versandhändler, die tatsächlich Umsatzsteigerungen erzielen konnten – im Vorjahr schafften dies allerdings noch knapp 60 Prozent. Auch der Prozentsatz der Unternehmen, die reale Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, stieg von 9,7 auf 15,4 Prozent. Im Hinblick auf die zu erwartete Ertragsentwicklung zeigen sich über ein Drittel zuversichtlich, ihre Gewinne steigern zu können, 41,5 Prozent der Versandhändler rechnen immerhin mit stabilen Ergebnissen. (map)