US-Präsident stellt sich virtueller Bürgerversammlung

Barack Obama stellte sich am heutigen Donnerstag live im Internet einer Auswahl von Bürgerfragen zur wirtschaftlichen Situation der USA.

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  • dpa

Nach einer herkömmlichen Pressekonferenz am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus hat sich US-Präsident Barack Obama am heutigen Donnerstag erneut zum Thema Wirtschaft befragen lassen – dieses Mal jedoch per Internet. Der ausgesprochene Computerfan hielt eine ungewöhnliche virtuelle Bürgerversammlung ab: Seit Dienstag hatten Jung und Alt online Fragen stellen können. Eine kleine Auswahl davon beantwortete der Präsident am Donnerstag dann live, zu sehen im Fernsehen und auf dem Computerbildschirm.

Der Andrang war riesig: 93.000 Bürger reichten auf der Webseite des Weißen Hauses gut 100.000 Fragen ein. Zudem bestand die Möglichkeit, jene zu markieren, die für besonders wichtig gehalten wurden. Aus der Gruppe der "Spitzenreiter" wählte das Weiße Haus dann die Fragen aus, auf die Obama antwortete. Neue Aspekte gab es in diesen Repliken allerdings nicht.

Im Gegensatz zur Pressekonferenz vom Dienstag zeigte sich Obama entspannt, locker und wiederholt zum Scherzen aufgelegt. Es sei ihm wichtig, von den Menschen außerhalb Washingtons zu hören, sagte der Präsident. Er beantwortete eine ganze Palette von Fragen – unter anderem zur Arbeitslosigkeit, zur Gesundheitsreform, zum Bildungsbereich, zur Autoindustrie und zum Häusermarkt. Obama sprach vor einem kleinen Publikum im selben Raum, in dem er zwei Tage zuvor den Journalisten Rede und Antwort gestanden hatte. Das unterstreiche, wie wichtig ihm diese "Begegnung" mit den Bürgern sei, hatte das Weiße Haus im Vorfeld der gut einstündigen Veranstaltung betont. (dpa) / (vbr)