Handyreparatur bei ComBase in Bocholt droht das Aus
Der einst zu BenQ Mobile und heute zu ComBase gehörenden Handyreparaturwerkstatt in Bocholt stehen erneut unruhige Zeiten bevor. Die Muttergesellschaft prüft eigenen Angaben zufolge eine Schließung des Standortes. Grund sei eine schwache Auftragslage.
Die früher zum insolventen Handy-Hersteller BenQ Mobile und heute zum Dienstleistungsunternehmen ComBase gehörende Handyreparaturwerkstatt in Bocholt steht auf der Kippe. Eine Standortschließung, von der die Niederlassung des ComBase-Tochterunternehmens TSA Technical Service Alliance in Bocholt betroffen wäre, werde in Betracht gezogen, teilte die ComBase AG am Montag in Karlstein bei Frankfurt mit. Nach Angaben der IG Metall sind am Standort Bocholt derzeit 92 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Gewerkschaft plant an diesem Dienstag eine Protestkundgebung. BenQ hatte die Handysparte von Siemens gekauft.
ComBase erklärte, das Reparaturvolumen aus der Abwicklung der BenQ-Mobile-Insolvenz sei wesentlich geringer ausgefallen als bei Vertragsabschluss mitgeteilt. Zudem hätten Bemühungen, den Standort als Servicecenter unter anderem für andere Mobilfunkmarken auszubauen, nicht verwirklicht werden können. Daher werde über eine Verlagerung der Reparatur-Aktivitäten nach Karlstein am Main nachgedacht. (dpa) / (pmz)