UN fordert stärkere Investitionen in Cleantech-Wissenschaften
Um den Klimawandel abzubremsen, mĂĽsste deutlich mehr Geld in die Forschung gesteckt werden, so die Vereinten Nationen in einem an die Medien durchgesickerten Bericht.
Die UN fordert höhere Investitionen in die Cleantech-Wissenschaften. Das geht aus einem Entwurfspapier hervor, das verschiedenen Medien vorliegt, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. Darin heißt es, der Anteil der gesamten Energieversorgung aus Quellen mit geringem CO2-Ausstoß – von der Solar- bis zur Atomkraft – müsse sich verdoppeln oder verdreifachen. Ansonsten drohe eine globale Erwärmung um mehr als zwei Grad Celsius – das ist der Wert, den einige Forscher noch für einigermaßen beherrschbar halten.
Aktuell sieht es allerdings nicht danach aus, dass dieses große Ziel erreicht werden kann: Die Nutzung fossiler Energieträger wächst weiterhin schneller als die der erneuerbaren. Regierungen auf der ganzen Welt geben nach wie vor mehr für die Subventionierung fossiler Energieträger aus als für den Wechsel zu klimafreundlichen Stromquellen wie Wind- oder Sonnenkraft.
Viele Experten glauben, dass die Bewältigung der Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, deutlich mehr Finanzmittel benötigt. Verschiedene Gruppen – einmütig vom Umweltverbund bis zur Industrielobby – rechnen damit, dass die heutigen Ausgaben für die Energiewissenschaften mindestens verdreifacht werden müssten, um die Innovationspipeline zu füllen, die notwendig ist, um den Klimagasausstoß endlich spürbar zu reduzieren. Derzeit gibt es jedoch einen Rückgang von Investitionen auf mehreren Forschungsgebieten, etwa dem einst boomenden Biosprit aus alternativen Quellen.
In den USA beschloss der Kongress Mitte Januar nun immerhin, vor kurzem zusammengestrichenen Forschungsausgaben für den Bereich Energie erneut freizugeben. Zuvor waren sie durch automatische Haushaltskürzungen stark gekürzt worden. In einigen Segmenten wurden die Ausgaben damit sogar deutlich erhöht, beispielsweise in der Nuklearwissenschaft.
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(bsc)