Trick beschleunigt Maya-Rendering auf neuem Mac Pro
Bei Bildern mit vielen Polygonen zeigt sich das 3D-Animationswerkzeug auf Apples neuem Top-Rechner erstaunlich schwachbrüstig. Eine Konfigurationsänderung soll Abhilfe schaffen.
Nutzer des neuen Mac Pro sind unzufrieden mit der Rendering-Geschwindigkeit beim 3D-Animator Maya: Insbesondere bei komplexen Modellen mit hoher Polygonzahl geht die Performance auch bei Maschinen mit der höchsten verfügbaren Grafikkartenausstattung (AMD D700) zurück. Wie Ars Technica meldet, liegt dies aber weder am Mac Pro selbst noch an Apples Treibern. Offenbar sind Mayas Einstellungen für den neuen Rechner derzeit nicht ideal.
(Bild:Â Hersteller)
Abhilfe soll eine kleine Änderung in einer Konfigurationsdatei bringen, die man nach dem Schließen von Maya durchführen kann. Das File ist über das "Gehe zu"-Menü im Finder zu erreichen, das man mit gedrückter Alt-Taste selektieren muss. Hier ruft man den Punkt "Library" auf und begibt sich in den Ordner "2014-x64", der unter "Preferences", "Autodesk" und "maya" verborgen liegt. Dann wird die Umgebungsvariablendatei "Maya.env" in einem Texteditor aufgerufen. Das ist über das Kontextmenü der Datei und den Menüpunkt "Öffnen mit" und "TextEdit" möglich. An das Ende von "Maya.env" muss dann folgender Befehl gesetzt werden:
MAYA_OGS_GPU_MEMORY_LIMIT=6000
Anschließend wird gespeichert und Maya gestartet. Danach sollte das Programm die RAM-Ausstattung der Grafikkarte korrekt verwenden, was bei hoher Polygonzahl ansonsten nur bis zu einer gewissen Komplexität einer Szene erfolgt. Maya-Hersteller Autodesk hat sich zu dem Problem bislang nicht geäußert. (bsc)