Intel beschwert sich bei EU-Gericht über EU-Kommission

Der US-amerikanische Prozessorhersteller richtet sich gegen Regeln der EU-Kommission in ihrem Wettbewerbsverfahren gegen Intel.

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Intel hat beim EU-Gericht erster Instanz Einspruch gegen die Vorgehensweise der EU-Kommission im Kartellverfahren gegen den US-amerikanischen Prozessorhersteller eingelegt. Er betreffe Intels Rechte, auf die Erweiterung der Vorwürfe zu antworten, die die EU-Kommission im Juli bekannt gegeben hat. Das EU-Gericht soll dem Konzern helfen, seine Verteidigung in dem Verfahren besser aufbauen zu können, nachdem die EU-Kommission auf ihrem Standpunkt beharrte, heißt es in einer Mitteilung. Details des Einspruchs hält Intel vertraulich.

Die EU-Kommission hatte im Juli 2007 ein offizielles Wettbewerbsverfahren gegen Intel eingeleitet. Unter anderem soll der Konzern den OEM-Computerherstellern Vergünstigungen angeboten haben, wenn diese nicht beim Konkurrenten AMD kauften. Intel soll dafür gezahlt haben, wenn OEM-Hersteller den Start eines Produkts mit AMD-Prozessoren verzögert oder abgesagt haben. In diesem Sommer ergänzte die EU-Kommission unter anderem, der Konzern habe einem führenden europäischen Händler Rabatte eingeräumt unter der Bedingung, dass er nur Intel-PCs ins Sortiment nehme. Auf diese Vorwürfe zu antworten, hatte Intel bis Mitte September Zeit. (anw)