Analyst hält Apple für "das nächste Microsoft"
Ben A. Reitzes von der Bank Barclays stuft die Aktien des iPhone-Herstellers herab. Grund sei der nur noch langsam wachsende Smartphone-Markt.
Die britische Bank Barclays hat Apples Anteilsscheine von "overweight" ("übergewichten") auf "equalweight" ("neutral") heruntergesetzt. Der Analyst Ben A. Reitzes schrieb in einer Mitteilung an seine Kunden, er sehe derzeit kein "revolutionäres Produkt" bei dem iPhone- und Mac-Hersteller und glaube deshalb nicht, dass Apple in nächster Zeit wieder einen "Boost" erlebe. Der Smartphone-Markt sei dagegen schon "gesättigt". Aus diesem Grund rate er seinen Kunden, derzeit von Apples Aktien Abstand zu nehmen ("step aside").
(Bild: EDGARonline)
Auch neue Kategorien wie Smartwatches und Multimedia-Fernseher seien kein Grund, die Vorhersage zu verbessern, betonte Reitzes weiter. Der Analyst äußerte zudem eine Art "ultimative Beleidigung" gegenüber Apple: Die Bewertung erinnere ihn derzeit an Microsoft zwischen den Jahren 2000 und 2010. Apple befinde sich in einem "ähnlichen Muster". Der Barclays-Analyst glaubt zudem nicht, dass eine große Technikfirma wie Apple "nach einem oder zwei harten Jahren" wieder auf das Rating "Broadly Outperform" komme. "Dazu gibt es kein Vorbild."
Der Apple-Aktie erging es am Donnerstag unterdessen nicht gut: Die Anteilsscheine rasselten mit 1,16 Prozent ins Minus. Reitzes ist mit seiner Meinung indes eher allein: Der Durchschnittswert der aktuellen Stimmungslage in Sachen Apple bei den Analysten großer Bankhäuser steht laut NASDAQ.com derzeit auf Kaufen ("Buy"). Mehr über Apples wirtschaftliche Entwicklung lesen Sie in der nächsten Ausgabe von Mac & i, die am 6. März erscheint. (bsc)