Ericsson-Forschung: Anfassen zur DatenĂĽbertragung
Ericsson zeigt auf seinem MWC-Messestand nicht nur Mobilfunktechnik, sondern auch immer wieder Forschungsprojekte, deren kommerzielle Zukunft vollkommen unsicher ist. In diesem Jahr sind auf Papier gedruckte Schaltungen dran.
Das der menschliche Körper durchaus geeignet ist, Daten zu übertragen, hatte der Netzausrüster Ericsson bereits vor zwei Jahren auf der CES demonstriert. Dort schickten die Forscher ein Musiksignal durch den Körper.
Auf dem MWC nutzt Ericsson den Körper nun, um Informationen aus auf Papier gedruckten Schaltungen auf ein Smartphone zu übertragen. Zum Einsatz könnte eine solche Technik etwa bei Lebensmitteln kommen, sagte ein Ericsson-Mitarbeiter. So könnten die Inhaltsstoffe direkt auf dem Display angezeigt werden, bei bekannten Unverträglichkeiten kann das Smartphone dann vor dem Kauf warnen. Der Verbraucher müsse lediglich die Verpackung berühren und nicht wie heute einen Barcode einscannen.
Einen Marktstart für eine solche Technik sieht Ericsson jedoch noch nicht. Nicht nur ist die Technik noch nicht ausgereift, auch der Preis für das Drucken der elektronischen Bauteile ist noch zu hoch. Erst wenn diese im Bereich von einigen Zehntel Cent liegen, könnte die Technik reif für den Masseneinsatz werden – Ericsson rechnet dabei mit rund fünf Jahren. (ll)