IT-Unternehmen planen gemeinsame Lizenzen für Wimax-Patente

Sechs große IT-Unternehmen gründen eine Allianz zur gemeinsamen Lizenzierung ihrer für die Wimax-Technik nötigen Patente.

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Sechs IT-Unternehmen planen, Patente, die für die drahtlose Datenübertragungstechnik Wimax wichtig sind, in einem Pool zusammenzufassen und an andere Unternehmen zu lizenzieren. Das Wall Street Journal berichtet, Cisco Systems, Intel, Samsung Electronics, Sprint Nextel, Alcatel-Lucent und Clearwire wollten dafür heute die Gründung einer Open Patent Alliance bekannt geben. Dabei beruft sich die Zeitung auf "eingeweihte Kreise" und auf ihr vorliegende Dokumente.

Die sechs Unternehmen streben laut dem Bericht eine gemeinsame Lizenzverwaltung an, wie sie beispielsweise die Lizenzorganisation MPEG LA betreibt. Ziel ist es demnach, die Kosten für die Nutzung von Wimax-Technik zu begrenzen, damit Hersteller von Computern, Netzwerk- und anderen Komponenten nicht von der Nutzung von Wimax abgehalten werden. Als negatives Gegenbeispiel führt der Bericht die Unternehmen Qualcomm, Nokia und Ericsson an, die Lizenzkosten für 3G-Mobilfunktechnik separat einstrichen. Diese Kosten machten bis zu 25 Prozent des Preises für ein Mobiltelefon aus.

Intel strebt an, dass Wimax ähnlich wie WLAN fester Bestandteil von mobilen Computern wird. Sprint und Clearwire planen ein gemeinsames Wimax-Netz in den USA; daran beteiligt sich auch Intel. Samsung, Cisco und Alcatel-Lucent werden voraussichtlich Wimax-Zubehör anbieten. Als mögliche Probleme für ihre geplante Allianz sieht der Bericht Konkurrenz mit der Mobilfunktechnik LTE und den Umstand an, dass sich mit Motorola und Qualcomm zwei wichtige Unternehmen nicht an der Patentallianz beteiligen. (anw)