Caatoosee-Gründer Guido Alt scheidet aus dem Unternehmen aus
Gründer und CEO Alt hat zum 30. Juni seinen Rückzug aus dem Leonberger Unternehmen caatoosee angekündigt. Alt scheide aus persönlichen Gründen aus, ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Gründer und CEO Guido Alt hat zum 30. Juni seinen Rückzug aus der Leonberger Caatoosee AG angekündigt. Wie der Vorstand des Unternehmen bekannt gab, scheide Alt aus persönlichen Gründen aus, um sich "neuen Herausforderungen zu widmen" – ein Nachfolger steht noch nicht fest. Guido Alt hatte Caatoosee 1995 gegründet und bis 2000 als wirtschaftlich erfolgreichen Softwareanbieter am Markt etabliert.
Nach dem Börsengang zur Jahrtausendwende geriet das Unternehmen jedoch immer wieder in Schwierigkeiten und durchlief unter der Regie von Alt einen kompletten Restrukturierungskurs. Von einstmals 1200 Mitarbeitern blieben zeitweilig nur noch 120 Angestellte übrig. In der Folge wandelte sich Caatoosee vom Softwarespezialisten für Informationslogistik zum IT-Dienstleister mit Fokus auf Outsourcing und Managed Services. Unter anderem stieg die Jenoptik-Tochtergesellschaft M+W Zander mit einer Mehrheitsbeteiligung bei Caatoosee ein.
Mit M+W Zander kam auch deren eigenes IT-Geschäft in Form der Stuttgarter Teraport GmbH in die Caatoosee-Gruppe. Teraport deckt heute den Geschäftsbereich Managed Services ab und entwickelt und vermarktet individuell konfigurierte Dienstleistungen nach dem Software-as-a-Service-Modell. Obwohl Caatoosee im vergangenen Jahr nochmals Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen musste, betrachtet Alt die Sanierung als abgeschlossen. Bei einem Erlös von 18,4 Millionen Euro (2006: 19,6 Millionen) erzielte Caatoosee 2007 ein Ergebnis von 200.000 Euro (2006: 1,1 Millionen). Nach dem Verkauf der indonesischen Tochtergesellschaft Sigma verfüge das Unternehmen Alt zufolge mittlerweile auch wieder über eine gesunde Kapitalbasis. (map)